Vor der Ernte
1882An wolkenreinem Himmel geht Die blanke Sichel schön, Im Korne drunten wogt und weht Und rauscht und wühlt der Föhn.
Sie wandert voller Melodie Hochüber durch das Land, Frühmorgen schwingt die Schnittrin sie Mit sonnenbrauner Hand.
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Interpretation
Das Gedicht "Vor der Ernte" von Conrad Ferdinand Meyer schildert die Vorfreude auf die bevorstehende Erntezeit. Es beschreibt die Schönheit der Natur und die Harmonie zwischen Mensch und Umwelt. Die "blanke Sichel" am wolkenreichen Himmel symbolisiert die Ernte und die Arbeit der Bauern. Das Korne wogt und weht im Wind, was die Lebendigkeit und den Reichtum der Natur verdeutlicht. Der Föhn, ein warmer Wind, sorgt für Bewegung und Dynamik in der Landschaft. Die Melodie, die die Sichel begleitet, verleiht dem Gedicht eine musikalische Note und unterstreicht die Freude und Zufriedenheit der Bauern bei ihrer Arbeit. Die "sonnenbraune Hand" der Schnittrin, die die Sichel schwingt, symbolisiert die Verbundenheit der Menschen mit der Natur und ihre harte Arbeit unter der Sonne. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre der Ruhe und des Friedens, die typisch für das Landleben ist. Insgesamt ist das Gedicht eine Hommage an die Schönheit der Natur und die Arbeit der Bauern. Es zeigt die Harmonie zwischen Mensch und Umwelt und die Freude, die aus der Verbindung mit der Natur entsteht. Die Sprache ist einfach und bildhaft, was die Stimmung des Gedichts unterstreicht und den Leser in die friedliche Atmosphäre der Erntezeit eintauchen lässt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Korne drunten wogt und weht und rauscht und wühlt
- Bildlichkeit
- Im Korne drunten wogt und weht und rauscht und wühlt der Föhn
- Hyperbel
- Sie wandert voller Melodie hochüber durch das Land
- Metapher
- Frühmorgen schwingt die Schnittrin sie
- Personifikation
- An wolkenreinem Himmel geht die blanke Sichel schön