Von weit
1880Dein Herz ist wie die Nacht so hell, ich kann es sehn - du denkst an mich - es bleiben alle Sterne stehn.
Und wie der Mond von Gold dein Leib dahin so schnell von weit er scheint.
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Interpretation
Das Gedicht "Von weit" von Else Lasker-Schüler ist ein Liebesgedicht, das die tiefe Verbundenheit zwischen zwei Menschen auch über große Entfernungen hinweg ausdrückt. Die Nacht wird als Symbol für die Dunkelheit und das Unbekannte verwendet, doch das Herz des Geliebten strahlt so hell, dass es selbst in der Dunkelheit sichtbar ist. Die Zeile "ich kann es sehn - du denkst an mich" deutet darauf hin, dass die Gedanken des Geliebten den Erzähler erreichen und eine Verbindung zwischen ihnen herstellen. Der zweite Teil des Gedichts vergleicht den Körper des Geliebten mit dem Mond, der von Gold ist und von weit her scheint. Dieser Vergleich betont die Schönheit und Anziehungskraft des Geliebten, die selbst aus der Ferne spürbar ist. Der Mond steht auch für das Unerreichbare und das Sehnsuchtsvolle, was die emotionale Intensität des Gedichts verstärkt. Die letzten Zeilen "von weit er scheint" wiederholen die Idee der Entfernung und der Sehnsucht. Trotz der räumlichen Trennung bleibt die Liebe zwischen den beiden Menschen bestehen und wird durch die Gedanken und die Vorstellungskraft aufrechterhalten. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und der unerschütterlichen Liebe, die selbst die größten Entfernungen überwinden kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Und wie der Mond von Gold dein Leib
- Personifikation
- es bleiben alle Sterne stehn
- Vergleich
- Dein Herz ist wie die Nacht so hell