Von Gott beschert, bleibt unverwehrt

Friedrich Freiherr von Logau

1605

Der ungestüm April läst dennoch Veilken blühen. Mir kan, was Gott mir günnt, kein rauhes Glück entziehen.

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Interpretation

Das Gedicht "Von Gott beschert, bleibt unverwehrt" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die Unvermeidlichkeit des Schicksals und die göttliche Fügung. Der April, oft als ungestümer und unbeständiger Monat bekannt, lässt trotz seiner Rauheit die Veilchen blühen. Dieses Bild symbolisiert die Kraft des Lebens und der Natur, die sich gegen äußere Widrigkeiten durchsetzt. Im zweiten Teil des Gedichts wendet sich der Sprecher direkt an den Leser oder an sich selbst und betont, dass das, was Gott gewährt, kein rauhes Glück entziehen kann. Dies unterstreicht den Glauben an eine höhere Macht, die über das menschliche Schicksal bestimmt. Der Sprecher scheint zuversichtlich zu sein, dass das, was ihm von Gott zuteilwird, unantastbar ist und nicht durch äußere Umstände oder das Schicksal beeinträchtigt werden kann. Die Verwendung des Wortes "rauh" in Bezug auf das Glück deutet darauf hin, dass das Leben zwar Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich bringen kann, aber die göttliche Fügung letztendlich über allem steht. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Vertrauens in eine höhere Macht, die das Schicksal lenkt und schützt.

Schlüsselwörter

ungestüm april läst dennoch veilken blühen kan gott

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Stilmittel

Hyperbel
kein rauhes Glück entziehen
Metapher
was Gott mir günnt
Personifikation
Der ungestüm April läst dennoch Veilken blühen.