Von dir lachen noch meine Träume
1925Dein Leib ist reich gewirkt wie ein Feld voll Honig und königlicher Blumen Und kommt weich und heimlich wie der Mond in mein Bett.
Von dir lachen noch meine Träume und bewachen dich. Und wie die Hähne kämpfen mit erhitztem Sporn, So töt′ ich den, der dich im Traum begehrt.
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Interpretation
Das Gedicht "Von dir lachen noch meine Träume" von Max Dauthendey handelt von einer tiefen, leidenschaftlichen Liebe und Sehnsucht nach einer Frau. Der Sprecher beschreibt die Geliebte als einen reichen, fruchtbaren Körper, der wie ein Feld voller Honig und königlicher Blumen wirkt. Sie kommt sanft und heimlich in sein Bett, wie der Mond. Die Träume des Sprechers lachen noch immer von ihr und bewachen sie. Er ist so besitzergreifend und eifersüchtig, dass er im Traum jeden töten würde, der sie begehrt, so wie Hähne mit erhitztem Sporn kämpfen. Die Liebe des Sprechers ist intensiv, leidenschaftlich und schützend. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre von tiefer Zuneigung, Verlangen und Beschützerinstinkt. Der Sprecher idealisiert die Geliebte als etwas Kostbares und Wertvolles, das er um jeden Preis verteidigen würde. Die Sprache ist sinnlich und bildhaft, mit Metaphern aus der Natur wie dem Mond und den kämpfenden Hähnen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Dein Leib ist reich gewirkt wie ein Feld voll Honig und königlicher Blumen
- Personifikation
- Von dir lachen noch meine Träume und bewachen dich
- Vergleich
- Und wie die Hähne kämpfen mit erhitztem Sporn