Wenn die Hand eines Mannes
die Hand einer Frau streift,
berühren sich beide bis in alle Ewigkeit.
Von der Liebe II
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Kurze Interpretation des Gedichts
Das Gedicht „Von der Liebe II“ von Khalil Gibran ist eine kurze, prägnante Aussage über die tiefe und anhaltende Wirkung der Liebe, dargestellt durch eine einfache, jedoch bedeutungsvolle Metapher. Es konzentriert sich auf den Moment der physischen Berührung als Ausgangspunkt für eine ewige Verbindung.
Der Kern der Botschaft liegt in der Zeile „berühren sich beide bis in alle Ewigkeit.“ Diese Aussage suggeriert, dass selbst eine flüchtige Berührung, ein leichtes Streifen der Hände, eine transformative Kraft besitzt. Sie übersteigt die Grenzen des physischen Kontakts und manifestiert sich als eine ewige, unaufhaltsame Verbindung zwischen den Liebenden. Die Verwendung von „Ewigkeit“ unterstreicht die spirituelle und transzendente Natur der Liebe, die in Gibrans Werk oft thematisiert wird.
Die Einfachheit des Gedichts ist bemerkenswert. Gibran verzichtet auf komplizierte Metaphern oder ausschmückende Beschreibungen. Stattdessen wählt er eine klare, direkte Sprache, die die universelle Erfahrung der Liebe anspricht. Diese Direktheit macht das Gedicht zugänglich und einprägsam, wodurch seine Botschaft umso eindringlicher wirkt. Es ist eine Einladung, die tiefere Bedeutung scheinbar banaler Momente zu erkennen.
Die Schönheit des Gedichts liegt in seiner Fähigkeit, eine große Wahrheit in wenigen Worten zu erfassen. Es erinnert uns daran, dass Liebe nicht nur ein Gefühl oder ein Konzept ist, sondern auch eine physische Erfahrung, die tiefe, dauerhafte Spuren hinterlassen kann. Es ist ein Plädoyer für die Wertschätzung kleinster Gesten und eine Feier der unendlichen Kraft der menschlichen Verbundenheit.
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Lizenz und Verwendung
Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.
