Vom unordentlichen Max

Adolf Glaßbrenner

1810

Max war sehr unordentlich. Seine Sachen legt er sich Nie zurecht, nie abends nett Seine Kleider vor das Bett.

Nichts, nichts lag an seinem Ort, Ausgestreut lag′s hier und dort. Hier der eine Strumpf, bei Seite Auf der Erde lag der zweite.

Hinter′m Ofen lag ein Schuh, Seine Höschen auch dazu, Und der and′re Schuh, er stand Wo der Rock lag, an der Wand.

Aber seht nur, Kinder, seht, Wie es ihm des Morgens geht! Vater nimmt die Kleider bunt, Zieht sie an dem großen Hund!

Zieht ihm an den Rock so warm, Und die Hos′, und untern Arm Steckt er ihm die Mappe. Ah! Max steht noch im Hemde da!

Und was will der Vater nun, Was der kleine Max soll tun? In die Schule muß der Max Gehen mit dem Hunde stracks.

Seht nur den Max Liederlich In dem Hemd! Wie schämt er sich! Doch der Hund geht stolz einher, Als ob er ein Schüler wär′!

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Illustration zu Vom unordentlichen Max

Interpretation

Das Gedicht "Vom unordentlichen Max" von Adolf Glasbrenner handelt von einem Jungen namens Max, der für seine extreme Unordnung bekannt ist. Er legt seine Sachen nie ordentlich zurecht und verstreut seine Kleidung und Schuhe im ganzen Zimmer. Das Gedicht beschreibt humorvoll, wie Max' Vater sich eines Tages dazu entschließt, den Hund des Hauses in Max' Kleidung zu stecken und ihn zur Schule zu schicken, während Max selbst nur in seinem Hemd zurückbleibt. Die Erzählung nimmt eine absurde Wendung, als der Vater die Kleidung des Jungen dem Hund anzieht und ihn zur Schule schickt. Der Hund, nun in Max' Kleidung gekleidet, geht stolz zur Schule, während Max in seinem Hemd zurückbleibt und sich schämt. Dieses Szenario verdeutlicht die Konsequenzen von Max' Unordnung und dient als humorvolle Lektion über die Bedeutung von Ordnung und Verantwortung. Die Pointe des Gedichts liegt in der Ironie, dass der Hund nun in Max' Kleidung zur Schule geht, während Max selbst in seinem Hemd zurückbleibt. Dies unterstreicht die Botschaft, dass Unordnung und Nachlässigkeit nicht nur zu persönlichem Unbehagen führen können, sondern auch zu unerwarteten und peinlichen Situationen. Das Gedicht endet mit einem humorvollen Bild des Hundes, der stolz zur Schule geht, als wäre er ein Schüler, während Max in seinem Hemd zurückbleibt und sich schämt.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Seine Sachen legt er sich
Anapher
Nie zurecht, nie abends nett
Kontrast
Max steht noch im Hemde da! / Zieht ihm an den Rock so warm
Personifikation
Als ob er ein Schüler wär′!
Reimschema
AABB