Voltaire
1777Lieber! ich auch bin nackt, wie Gott mich erschaffen, natürlich, Und doch häng ich mir klug immer ein Mäntelchen um.
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Interpretation
Das Gedicht "Voltaire" von Heinrich von Kleist handelt von der menschlichen Natur und der gesellschaftlichen Konvention. Der Sprecher vergleicht sich selbst mit Gott, der ihn nackt erschaffen hat, und betont, dass er auf natürliche Weise existiert. Dennoch hängt er sich immer ein "Mäntelchen" um, was auf die Anpassung an gesellschaftliche Normen und Erwartungen hindeutet. Das Gedicht reflektiert die Spannung zwischen der ursprünglichen, natürlichen Existenz des Menschen und der Notwendigkeit, sich in der Gesellschaft anzupassen. Der Sprecher scheint zu erkennen, dass er, obwohl er von Natur aus nackt ist, sich dennoch in eine soziale Rolle begibt und sich an gesellschaftliche Konventionen anpasst. Das "Mäntelchen" symbolisiert die Verkleidung oder die Maske, die der Mensch trägt, um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine gewisse Ironie und Kritik an der menschlichen Natur und der Gesellschaft. Es wirft Fragen auf über die Authentizität des menschlichen Handelns und die Notwendigkeit, sich anzupassen, um in der Gesellschaft zu bestehen. Die Verwendung des Wortes "klug" deutet darauf hin, dass der Sprecher sich bewusst ist, dass er sich anpasst, aber es als klug und notwendig ansieht, um in der Gesellschaft zu überleben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Ironie
- Und doch häng ich mir klug immer ein Mäntelchen um
- Metapher
- Lieber! ich auch bin nackt, wie Gott mich erschaffen, natürlich