Vokation

Heinrich von Kleist

unknown

Wärt ihr der Leidenschaft selbst, der gewaltigen, fähig, ich sänge, Daphne, beim Himmel, und was jüngst auf den Triften geschehn.

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Interpretation

Das Gedicht "Vokation" von Heinrich von Kleist thematisiert die Macht und Leidenschaft der Dichtkunst. Der Sprecher drückt aus, dass er, wäre er selbst in der Lage, solche gewaltige Leidenschaft zu empfinden, ein eindrucksvolles Lied über Daphne und die jüngsten Ereignisse auf den Triften singen würde. Die Erwähnung von Daphne, einer Figur aus der griechischen Mythologie, deutet auf eine Verbindung zur antiken Welt und ihren Mythen hin, die oft als Inspirationsquelle für Dichter dienten. Die "Triften" könnten als symbolische Orte für die Bühne des Lebens oder der Natur interpretiert werden, auf denen sich bedeutende Ereignisse abspielen. Der Sprecher scheint von diesen Ereignissen so tief berührt zu sein, dass er sich wünscht, seine Gefühle in einem Lied ausdrücken zu können. Die Verwendung des Wortes "Vokation", was Berufung oder Berufung zum Dichten bedeutet, unterstreicht die Idee, dass das Dichten eine Berufung ist, die mit großer Leidenschaft und Intensität ausgeübt werden sollte. Das Gedicht reflektiert auch die Idee der Unvollkommenheit des Dichters. Der Sprecher gibt zu, dass er nicht in der Lage ist, die volle Leidenschaft zu empfinden, die notwendig wäre, um ein wirklich eindrucksvolles Werk zu schaffen. Dies könnte als eine Art Selbstkritik oder als Ausdruck der Schwierigkeit, die eigene künstlerische Vision vollständig zu verwirklichen, verstanden werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Idee, dass wahre Kunst aus tiefer Leidenschaft und Inspiration entsteht, und dass der Dichter bestrebt sein sollte, diese Leidenschaft in seinen Werken zum Ausdruck zu bringen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Apostrophe
Wärt ihr der Leidenschaft selbst, der gewaltigen, fähig, ich sänge, Daphne, beim Himmel, und was jüngst auf den Triften geschehn.
Hyperbel
Wärt ihr der Leidenschaft selbst, der gewaltigen, fähig