Verschwiegenheit
1778Wenn die Liebste zum Erwidern Blick auf Liebesblicke beut, Singt ein Dichter gern in Liedern, Wie ein solches Glück erfreut! Aber Schweigen bringet Fülle Reicheres Vertraun zurück. Leise, leise! Stille, stille! Das ist erst das wahre Glück.
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Interpretation
Das Gedicht "Verschwiegenheit" von Clemens Brentano handelt von der Macht der Stille und des Schweigens in der Liebe. Der Dichter beschreibt, wie ein Dichter gerne in Liedern singt, wenn die Geliebte mit einem liebevollen Blick antwortet. Doch Brentano betont, dass das Schweigen eine noch größere Fülle und ein reicheres Vertrauen zurückbringt. Das Gedicht vermittelt die Idee, dass wahres Glück in der Liebe oft in der Stille und im unausgesprochenen Verständnis liegt. Brentano verwendet eine sanfte und ruhige Sprache, um die Bedeutung der Stille zu unterstreichen. Die Wiederholung von "Leise, leise! Stille, stille!" am Ende des Gedichts betont die Wichtigkeit des Schweigens und der Zurückhaltung. Das Gedicht lädt den Leser ein, die Schönheit und Tiefe der unausgesprochenen Liebe zu erkennen und zu schätzen. Es ist eine Ode an die subtile und kraftvolle Natur der Stille in der romantischen Beziehung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Leise, leise! Stille, stille!
- Betonung
- Das ist erst das wahre Glück
- Kontrast
- Aber Schweigen bringet Fülle / Reicheres Vertraun zurück
- Metapher
- Liebesblicke
- Reimschema
- AABB