Verschiedener Stolz

Heinrich Christian Boie

1806

Still, ohne Pracht, doch sicher daß mans merke, So schreiten Prinz und Dogg einher in ihrer Stärke. In Seid und Schellen prunkt, und bellt und flucht mit Zeter Der Junker und sein Köter.

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Interpretation

Das Gedicht "Verschiedener Stolz" von Heinrich Christian Boie thematisiert den Kontrast zwischen zwei Paaren: einem Prinzen mit seinem Hund und einem Junker mit seinem Köter. Der Prinz und sein Hund schreiten still und ohne Pracht, aber mit einer gewissen Sicherheit, dass ihre Stärke bemerkt wird. Dies deutet auf eine natürliche, unaufdringliche Form von Stolz und Macht hin, die nicht zur Schau gestellt werden muss. Im Gegensatz dazu prunkt der Junker und sein Köter in Seide und Schellen, wobei der Köter bellt und mit Zeter flucht. Diese Darstellung vermittelt einen übertriebenen, lauten und aufdringlichen Stolz, der durch äußere Zurschaustellung und Lärm gekennzeichnet ist. Der Junker und sein Hund wirken dadurch weniger würdevoll und eher lächerlich. Boie kritisiert durch diesen Kontrast die verschiedenen Arten von Stolz und Macht. Der stille, selbstbewusste Auftritt des Prinzen und seines Hundes wird als würdevoller und authentischer dargestellt, während der prahlerische Auftritt des Junkers und seines Hundes als unangemessen und lächerlich erscheint. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die wahre Natur von Stolz und Würde an.

Schlüsselwörter

still pracht sicher mans merke schreiten prinz dogg

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Stilmittel

Bildlichkeit
In Seid und Schellen prunkt, und bellt und flucht mit Zeter
Kontrast
Still, ohne Pracht, doch sicher daß mans merke
Metapher
So schreiten Prinz und Dogg einher in ihrer Stärke
Personifikation
Der Junker und sein Köter