Verloren
1841Still bei Nacht fährt manches Schiff, Meerfey kämmt ihr Haar am Riff, Hebt von Inseln an zu singen, Die im Meer dort untergingen.
Wann die Morgenwinde wehn, Ist nicht Riff noch Fey zu sehn, Und das Schifflein ist versunken, Und der Schiffer ist ertrunken.
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Interpretation
Das Gedicht "Verloren" von Joseph von Eichendorff beschreibt eine geheimnisvolle und melancholische nächtliche Szene auf dem Meer. Es schildert, wie Schiffe bei Nacht fahren und die Meeresfee ihr Haar am Riff kämmt, während von untergegangenen Inseln Gesänge zu hören sind. Die Stimmung ist düster und geheimnisvoll, und es herrscht eine Ahnung von Gefahr und Verlust. Im zweiten Teil des Gedichts wechselt die Stimmung, als die Morgenwinde wehen. Das Riff und die Fee sind nicht mehr zu sehen, und das Schiffchen sowie der Schiffer sind versunken und ertrunken. Dies symbolisiert den Untergang und das Scheitern eines Unternehmens oder einer Reise. Die Inseln, die im Meer untergingen, könnten als Metapher für verlorene Hoffnungen oder Träume interpretiert werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft von Vergänglichkeit und der Unberechenbarkeit des Lebens. Es erinnert daran, dass selbst in den ruhigsten und schönsten Momenten Gefahr lauern kann und dass alles Irdische vergänglich ist. Die Sprache des Gedichts ist poetisch und bildhaft, und die Verwendung von Personifikation und Metapher verstärkt die emotionale Wirkung des Textes.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Morgenwinde wehn
- Metapher
- Meerfey kämmt ihr Haar am Riff
- Personifikation
- Meerfey kämmt ihr Haar am Riff
- Symbolik
- Schifflein ist versunken, Und der Schiffer ist ertrunken