Verloren
1807Keuschheit verloren: Etwas verloren, In der Ehe etwas gewonnen. Scham verloren: Alles verloren, Die Seele in Schmutz zerronnen.
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Interpretation
Das Gedicht "Verloren" von Friedrich Theodor Vischer thematisiert die Konsequenzen des Verlustes von Keuschheit und Scham. Es wird eine klare Unterscheidung zwischen den Auswirkungen des Verlustes der Keuschheit und des Verlustes der Scham gemacht. Während der Verlust der Keuschheit in der Ehe als etwas Positives dargestellt wird, führt der Verlust der Scham zu einem vollständigen Verlust von allem und zur Verschmutzung der Seele. Das Gedicht beginnt mit der Aussage, dass der Verlust der Keuschheit in der Ehe etwas Positives bedeutet. Dies deutet darauf hin, dass der Autor die Keuschheit als eine Tugend ansieht, die in der Ehe ihre Bedeutung verliert und durch etwas anderes ersetzt wird. Es könnte sich dabei um die Intimität und die tiefe Verbindung zwischen Ehepartnern handeln, die durch den Verlust der Keuschheit ermöglicht wird. Im Gegensatz dazu führt der Verlust der Scham zu einem vollständigen Verlust von allem. Die Seele wird als in Schmutz zerronnen beschrieben, was darauf hindeutet, dass der Verlust der Scham zu einem moralischen Verfall führt. Die Scham wird hier als eine wichtige moralische Instanz dargestellt, deren Verlust zu einem Verlust der eigenen Integrität und Würde führt. Das Gedicht vermittelt somit die Botschaft, dass der Verlust der Keuschheit in der Ehe akzeptabel ist, während der Verlust der Scham verheerende Folgen hat.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Antithese
- Keuschheit verloren: Etwas verloren, In der Ehe etwas gewonnen.
- Chiasmus
- Keuschheit verloren: Etwas verloren, In der Ehe etwas gewonnen.
- Kontrast
- Scham verloren: Alles verloren, Die Seele in Schmutz zerronnen.
- Parallelismus
- Scham verloren: Alles verloren, Die Seele in Schmutz zerronnen.
- Reimschema
- Keuschheit verloren: Etwas verloren, In der Ehe etwas gewonnen.