Vergiß mein nicht

Novalis

1800

Vergiß mein nicht, wenn lokre kühle Erde Dieß Herz einst dekt das zärtlich für dich schlug Denk das es dort vollkomner lieben werde, Als da voll Schwachheit ichs vielleicht voll Fehler trug.

Dann soll mein freier Geist oft segnend dich umschweben Und deinen Geiste Trost und süße Ahndung geben Denk das ichs sey, wenns sanft in deiner Seele spricht; Vergiß mein nicht! Vergis mein nicht!

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Illustration zu Vergiß mein nicht

Interpretation

Das Gedicht "Vergiß mein nicht" von Novalis handelt von der Liebe und dem Abschied. Der Sprecher bittet seine/n Geliebte/n, ihn nicht zu vergessen, wenn er einmal gestorben ist und unter der Erde liegt. Er hofft, dass seine Seele dann in der Ewigkeit vollkommener lieben kann, als er es in seinem irdischen Leben konnte. Der Sprecher wünscht sich, dass seine Seele auch nach dem Tod noch bei seiner/n Geliebten weilt und ihr Trost und süße Ahnung gibt. Er hofft, dass seine/n Geliebte/n spüren, wenn er es ist, der sanft in ihrer Seele spricht. Der Sprecher bittet erneut, nicht vergessen zu werden und betont die Wichtigkeit dieses Wunsches. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Verbundenheit und die Hoffnung auf eine Liebe, die über den Tod hinaus bestehen bleibt. Der Sprecher möchte auch in der Ewigkeit mit seiner/n Geliebten verbunden sein und bittet darum, in deren Gedanken und Herzen weiterzuleben.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Vergiß mein nicht
Hyperbel
vollkomner lieben werde
Kontrast
Als da voll Schwachheit ichs vielleicht voll Fehler trug
Metapher
kühle Erde
Personifikation
Mein freier Geist oft segnend dich umschweben