Vergib mir
unknownVergib mir. Ich tat, Was Gott allein zu tun geziemt: Nahm deine Hand für meine Hand, Dein Herz für meines. Mich verwirrte Die schöne Nacht, Der goldne Stern im Strauch Und dann: der namenlose Duft der Linde. Verzeih.
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Interpretation
Das Gedicht "Vergib mir" von Klabund ist ein eindringliches Plädoyer um Vergebung für eine intime Begegnung. Der Sprecher gesteht, dass er etwas getan hat, was allein Gott vorbehalten ist: er hat die Hand und das Herz einer anderen Person für sich beansprucht. Dies deutet auf eine tiefe emotionale und möglicherweise körperliche Verbindung hin, die der Sprecher als Verstoß gegen eine höhere Ordnung empfindet. Die Gründe für dieses Vergehen werden in den folgenden Zeilen genannt. Der Sprecher wird von der Schönheit der Nacht, dem Anblick eines goldenen Sterns im Gebüsch und dem betörenden Duft der Linde verwirrt. Diese natürlichen Elemente werden als Auslöser für seine Handlungen dargestellt, als ob die Umgebung selbst eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausgeübt hätte. Der "namenlose Duft der Linde" steht dabei symbolisch für die betörende und betörende Wirkung der Liebe. Der Sprecher bittet um Verzeihung für sein Vergehen, ohne jedoch die Schwere seiner Handlungen zu leugnen. Das Gedicht vermittelt eine Mischung aus Schuldgefühlen, Reue und der Erkenntnis, dass die Liebe manchmal über die eigenen Kontrolle hinausgeht. Es ist ein ehrliches Bekenntnis zu einer leidenschaftlichen Begegnung, die der Sprecher als Verstoß gegen eine höhere Ordnung empfindet, aber auch als etwas, das er nicht widerstehen konnte.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Dein Herz für meines
- Anapher
- Vergib mir.
- Enjambement
- Die schöne Nacht, / Der goldne Stern im Strauch / Und dann: der namenlose Duft der Linde
- Metapher
- Nahm deine Hand für meine Hand, Dein Herz für meines
- Personifikation
- Was Gott allein zu tun geziemt