Velino

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1804

Unerschütterlich glänzt die Schneepyramide zum Himmel, Römer kamen, es kam selber der Deutsche, sie blieb! Ja, sie ist ewig, und wäre sie′s nicht, sie stürzte zusammen, Als du die Feldschlacht hier, letzter der Staufen, verlorst!

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Velino

Interpretation

Das Gedicht "Velino" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt die ewige und unerschütterliche Natur des Velino, einer Bergpyramide, die trotz der Ankunft von Römern und Deutschen unversehrt geblieben ist. Die erste Strophe vermittelt die Idee der Unveränderlichkeit und Beständigkeit des Velino, der als Symbol für die Zeitlosigkeit und Unverwüstlichkeit der Natur steht. Der Berg überdauert die Epochen und Kulturen, während die Menschen kommen und gehen. In der zweiten Strophe wird die Ewigkeit des Velino betont, wobei der Dichter andeutet, dass selbst wenn der Berg nicht ewig wäre, er dennoch stehen bleiben würde. Dies impliziert, dass der Velino eine symbolische Bedeutung hat, die über seine physische Existenz hinausgeht. Der Verweis auf den letzten Staufer, der eine Feldschlacht verlor, verweist auf die Vergänglichkeit menschlicher Macht und Herrschaft im Vergleich zur Beständigkeit der Natur. Die abschließende Strophe verbindet die Beständigkeit des Velino mit der Vergänglichkeit menschlicher Größe. Der Velino steht als Zeuge für die Vergänglichkeit von Reichen und Schlachten, während er selbst unberührt von den Turbulenzen der Geschichte bleibt. Das Gedicht vermittelt eine tiefere Botschaft über die ewige Natur der Berge und die Vergänglichkeit menschlicher Errungenschaften.

Schlüsselwörter

unerschütterlich glänzt schneepyramide himmel römer kamen kam selber

Wortwolke

Wortwolke zu Velino

Stilmittel

Anapher
Römer kamen, es kam selber der Deutsche, sie blieb!
Hyperbel
sie ist ewig
Metapher
Schneepyramide
Personifikation
Unerschütterlich glänzt die Schneepyramide zum Himmel