Unterm Baum
1863Unterm Baum im Sonnenstrahle Liegt ein rotes, träges Kind, Schläft so lange, bis zum Mahle Früchte abgefallen sind.
Einer hängt der schweren Äste Fast herab auf sein Gesicht, Beut ihm still der Früchte beste, Doch sie pflücken mag es nicht.
Flink vom fernen Bergesgipfel Eilt der Mittagswind daher, Schüttelt leise, und vom Wipfel Fällt es, gelb, wie Gold, und schwer.
Daß das Bübchen, nun die Spende Aus dem Grase winkt, erwacht, Setzt auf eine seiner Hände Sich die kleinste Mücke sacht.
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Interpretation
Das Gedicht "Unterm Baum" von Friedrich Hebbel beschreibt eine Szene, in der ein Kind unter einem Baum liegt und schläft. Die Sonne scheint auf das Kind, das so lange schläft, bis Früchte vom Baum fallen. Eine der schweren Äste hängt fast auf das Gesicht des Kindes herab und bietet ihm die besten Früchte an, aber das Kind pflückt sie nicht. Ein Mittagswind kommt vom fernen Bergesgipfel und schüttelt sanft den Baumwipfel. Dadurch fällt eine Frucht, die gelb wie Gold und schwer ist. Das Kind, das auf die Gabe aus dem Gras winkt, erwacht. Eine winzige Mücke setzt sich sanft auf eine seiner Hände. Das Gedicht vermittelt eine friedliche und idyllische Atmosphäre. Es zeigt die Harmonie zwischen Natur und Kind, die im Einklang mit ihrer Umgebung sind. Die Frucht, die vom Wind herabfällt, symbolisiert die Gaben der Natur, die dem Kind bereitwillig angeboten werden. Die Mücke, die sich auf die Hand des Kindes setzt, symbolisiert die zarte Verbindung zwischen Mensch und Natur.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Flink vom fernen Bergesgipfel / Eilt der Mittagswind daher
- Personifikation
- Schüttelt leise, und vom Wipfel / Fällt es, gelb, wie Gold, und schwer
- Symbolik
- Setzt auf eine seiner Hände / Sich die kleinste Mücke sacht
- Vergleich
- Fällt es, gelb, wie Gold, und schwer