Unter Zeiten
1871Das Perfekt und das Imperfekt tranken Sekt. Sie stießen aufs Futurum an (was man wohl gelten lassen kann).
Plusquamper und Exaktfutur blinzten nur.
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Interpretation
Das Gedicht "Unter Zeiten" von Christian Morgenstern handelt von einer Begegnung verschiedener Zeitformen, die sich in einer Art gesellschaftlichem Zusammentreffen begegnen. Das Perfekt und das Imperfekt trinken gemeinsam Sekt und stoßen auf das Futurum an, was als eine Art Zukunftsvision oder -hoffnung interpretiert werden kann. Die Plusquamperfekt und das Exaktfutur hingegen blinzeln nur, was auf eine eher passive oder skeptische Haltung gegenüber der Zukunft hindeutet. Das Gedicht kann als eine Metapher für die verschiedenen Zeitformen und ihre Beziehung zur Zukunft verstanden werden. Das Perfekt und das Imperfekt, die beide in der Vergangenheit liegen, feiern gemeinsam und blicken optimistisch in die Zukunft. Die Plusquamperfekt und das Exaktfutur hingegen, die beide in der Zukunft liegen, bleiben eher passiv und skeptisch. Das Gedicht kann auch als eine Kritik an der menschlichen Tendenz verstanden werden, sich zu sehr auf die Vergangenheit oder die Zukunft zu konzentrieren und dabei die Gegenwart zu vernachlässigen. Das Perfekt und das Imperfekt, die beide in der Vergangenheit liegen, feiern gemeinsam und blicken optimistisch in die Zukunft, während die Plusquamperfekt und das Exaktfutur, die beide in der Zukunft liegen, eher passiv und skeptisch bleiben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anspielung
- Zeitformen (Perfekt, Imperfekt, Futurum, Plusquamperfekt, Exaktfutur) als Charaktere
- Ironie
- Die Reaktion der Zeitformen auf das Anstoßen
- Metapher
- Plusquamper und Exaktfutur als Personen, die blinzeln
- Personifikation
- Plusquamper und Exaktfutur blinzelten nur
- Wortspiel
- Anstoßen auf das Futurum (Zukunft) als symbolische Geste