Ungeduld
unknownImmer wieder in die Weite, Über Länder an das Meer, Phantasien, in der Breite Schwebt am Ufer hin und her! Neu ist immer die Erfahrung: Immer ist dem Herzen bang, Schmerzen sind der Jugend Nahrung, Tränen seliger Lobgesang.
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Interpretation
Das Gedicht "Ungeduld" von Johann Wolfgang von Goethe thematisiert das menschliche Streben nach Freiheit und neuen Erfahrungen. Der Sprecher sehnt sich danach, immer wieder in die Weite zu ziehen und über Länder bis zum Meer zu gelangen. Diese Sehnsucht wird durch die Phantasie gestillt, die am Ufer hin und her schwebt. Der Sprecher ist stets auf der Suche nach Neuem und Unbekanntem, was ihm ein Gefühl der Aufregung und des Bangens zugleich vermittelt. Die zweite Strophe verdeutlicht, dass diese Suche nach neuen Erfahrungen von Schmerz und Trauer begleitet ist. Die Jugend wird als Zeit des Leidens und der Tränen dargestellt, aber auch als Zeit des Lobes und der Seligkeit. Der Sprecher scheint zu erkennen, dass das Leben aus Höhen und Tiefen besteht und dass man durch die Auseinandersetzung mit Schmerz und Trauer auch zu tieferer Seligkeit gelangen kann. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Stimmung der Unruhe und des Drangs nach Veränderung. Der Sprecher ist ungeduldig und sehnt sich danach, die Welt zu erkunden und neue Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig ist er sich bewusst, dass dieser Prozess auch mit Schmerz und Trauer verbunden sein kann. Das Gedicht kann als Plädoyer für ein Leben voller Abenteuer und Erfahrungen interpretiert werden, das jedoch auch seine Schattenseiten hat.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Immer wieder in die Weite
- Hyperbel
- Immer wieder in die Weite, Über Länder an das Meer
- Kontrast
- Schmerzen sind der Jugend Nahrung, Tränen seliger Lobgesang
- Metapher
- Phantasien, in der Breite Schwebt am Ufer hin und her
- Personifikation
- Tränen seliger Lobgesang