Und Stuttgart...

Friedrich Hölderlin

1770

Und Stuttgart, wo ich Ein Augenblicklicher, begraben Liegen dürfte, dort, Wo sich die Straße Bieget.

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Interpretation

Das Gedicht "Und Stuttgart..." von Friedrich Hölderlin thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und die Sehnsucht nach einem friedlichen Sterbeort. Der Sprecher imaginiert, dass er in Stuttgart, einer Stadt, die er offensichtlich gut kennt, begraben werden möchte. Der Begriff "Augenblicklicher" unterstreicht die Flüchtigkeit des Daseins und die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Die Wahl Stuttgarts als möglicher Begräbnisort ist von besonderer Bedeutung. Die Stadt steht symbolisch für einen Ort der Ruhe und des Innehaltens, im Gegensatz zum hektischen Treiben des Alltags. Die spezifische Erwähnung einer Straßenbiegung deutet auf einen Ort der Besinnung und der Kontemplation hin, an dem man innehalten und über das Leben nachdenken kann. Die Kürze des Gedichts und die prägnante Sprache verstärken die Intensität der Aussage. Hölderlin vermittelt in nur wenigen Worten eine tiefe emotionale Resonanz und eine klare Vorstellung vom gewünschten letzten Ruheort. Das Gedicht lädt den Leser dazu ein, über die eigene Sterblichkeit und die Orte nachzudenken, die im Leben eine besondere Bedeutung haben.

Schlüsselwörter

stuttgart augenblicklicher begraben liegen dürfte straße bieget

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Stilmittel

Metapher
Und Stuttgart, wo ich Ein Augenblicklicher, begraben Liegen dürfte
Personifikation
Wo sich die Straße Bieget