Und es war auch ein großer Schmerz

Theodor Storm

1817

Und war es auch ein großer Schmerz, Und wär′s vielleicht gar eine Sünde, Wenn es noch einmal vor dir stünde, Du tät′st es noch einmal, mein Herz.

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Interpretation

Das Gedicht "Und es war auch ein großer Schmerz" von Theodor Storm beschreibt die Auseinandersetzung mit einer vergangenen Entscheidung oder einem vergangenen Ereignis, das sowohl mit großem Schmerz als auch möglicherweise mit Sünde verbunden war. Der Sprecher reflektiert über die Konsequenzen dieser Erfahrung und deren Auswirkungen auf sein Herz. Trotz der negativen Aspekte deutet das Gedicht auf eine gewisse Ambivalenz hin, da der Sprecher bereit wäre, die Situation erneut zu durchleben. Die Wiederholung der Frage "Und wär's vielleicht gar eine Sünde" unterstreicht die Unsicherheit und das moralische Dilemma, mit dem sich der Sprecher konfrontiert sieht. Der Schmerz wird als "groß" beschrieben, was auf eine tiefgreifende emotionale Erfahrung hindeutet. Die Verwendung des Wortes "Sünde" impliziert, dass die Entscheidung oder das Ereignis möglicherweise gegen moralische oder gesellschaftliche Normen verstoßen hat, was die Komplexität der Situation erhöht. Im letzten Vers wendet sich der Sprecher direkt an sein Herz und betont die persönliche Natur der Erfahrung. Die Bereitschaft, das Ereignis "noch einmal" zu durchleben, trotz des damit verbundenen Schmerzes und der möglichen Sünde, deutet auf eine tiefe emotionale Bindung oder eine bedeutende Lektion hin, die aus der Erfahrung gezogen wurde. Das Gedicht vermittelt somit eine Botschaft über die Komplexität menschlicher Emotionen und die manchmal paradoxe Natur unserer Entscheidungen und Erinnerungen.

Schlüsselwörter

einmal großer schmerz wär vielleicht gar sünde stünde

Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Und war es auch ein großer Schmerz, Und wär's vielleicht gar eine Sünde, Und es noch einmal vor dir stünde
Apostrophe
Du tät'st es noch einmal, mein Herz
Rhetorische Frage
Und wär's vielleicht gar eine Sünde