Über den Aktien-Handel

Anna Louisa Karsch

1792

Wer Geld besitzt, dem drohen Diebe, Er schlummert nie in Sicherheit, Viel sichrer schläft die Zärtlichkeit Bei Aktien der Liebe.

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Interpretation

Das Gedicht "Über den Aktien-Handel" von Anna Louisa Karsch thematisiert den Kontrast zwischen materiellem Reichtum und emotionaler Sicherheit. Es beginnt mit einer Warnung an diejenigen, die Geld besitzen: Sie sind ständig von Dieben bedroht und können nie wirklich in Sicherheit schlafen. Dies deutet auf die ständige Angst und Unsicherheit hin, die mit dem Besitz von Reichtum einhergeht. Im zweiten Teil des Gedichts wird ein Kontrast geschaffen, indem die Sicherheit der "Zärtlichkeit" bei den "Aktien der Liebe" erwähnt wird. Hier verwendet Karsch eine Metapher, die den Aktienhandel mit der Liebe vergleicht. Die "Aktien der Liebe" symbolisieren emotionale Investitionen, die im Gegensatz zu materiellen Investitionen eine sichere und sorgenfreie Ruhe ermöglichen. Die Zärtlichkeit, also die emotionale Nähe und Zuneigung, wird als etwas dargestellt, das frei von den Sorgen und Ängsten ist, die den Besitz von Geld begleiten. Abschließend lässt sich sagen, dass das Gedicht eine Kritik am materialistischen Streben nach Reichtum übt und die emotionale und zwischenmenschliche Sicherheit als wertvoller darstellt. Karsch vermittelt die Botschaft, dass wahre Sicherheit und Frieden nicht in materiellen Gütern zu finden sind, sondern in den Beziehungen und Emotionen, die wir mit anderen teilen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
schlummert nie in Sicherheit
Kontrast
Geld besitzt vs. Aktien der Liebe
Metapher
Aktien der Liebe
Personifikation
Zärtlichkeit schläft