Uber ihre veränderung
1727Du hast/ o Sylvia! mein treues hertz besiegt/ Und liessest neulich selbst mich deine neigung wissen: Doch da das arme ding in deinen ketten liegt/ So jagest du mich fort/ und stössest mich mit füssen. Ach allzugrausame! was quälstu meine glieder? Behalt dir die person/ gieb mir das hertze wieder.
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Interpretation
Das Gedicht "Über ihre Veränderung" von Benjamin Neukirch thematisiert die Gefühle eines verletzten Liebhabers, der von seiner Angebeteten, Sylvia, abgewiesen wird. Der Sprecher berichtet von einer anfänglichen Liebeserklärung Sylvias, die ihm Hoffnung gab, doch nun wird er von ihr abgestoßen, obwohl er bereits in ihren "Ketten" liegt, was metaphorisch für seine emotionale Abhängigkeit und Gefangenschaft in ihrer Liebe steht. Der Sprecher beschreibt seine Qual und Verwirrung über Sylvias plötzlichen Sinneswandel. Er fragt, warum sie so grausam sei und seine "Glieder" quäle, was als Ausdruck seines seelischen Schmerzes interpretiert werden kann. Die Verwendung des Wortes "Glieder" deutet auf eine körperliche Manifestation seines emotionalen Leids hin, als ob sein ganzes Sein von ihrer Ablehnung betroffen wäre. Im letzten Vers wendet sich der Sprecher direkt an Sylvia und bittet sie, ihm sein Herz zurückzugeben, während sie ihre Person behalten möge. Diese Bitte zeigt seine Verzweiflung und den Wunsch, von dem emotionalen Schmerz befreit zu werden, den ihre Ablehnung verursacht hat. Das Gedicht endet mit einem Appell an Sylvias Mitgefühl und einem Ausdruck des Wunsches nach emotionaler Freiheit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrede
- Du hast/ o Sylvia! mein treues hertz besiegt/
- Ausruf
- Ach allzugrausame!
- Kontrast
- Doch da das arme ding in deinen ketten liegt/ So jagest du mich fort/ und stössest mich mit füssen.
- Parallelismus
- Behalt dir die person/ gieb mir das hertze wieder.
- Rhetorische Frage
- was quälstu meine glieder?