Trost
1886So komme, was da kommen mag! So lang du lebest, ist es Tag.
Und geht es in die Welt hinaus, Wo du mir bist, bin ich zu Haus.
Ich seh dein liebes Angesicht, Ich sehe die Schatten der Zukunft nicht.
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Interpretation
Das Gedicht "Trost" von Theodor Storm thematisiert die Kraft der Liebe und des Zusammenhalts in einer unsicheren Welt. Der erste Vers "So komme, was da kommen mag!" zeigt eine mutige und optimistische Haltung gegenüber den Ungewissheiten des Lebens. Der Sprecher ist bereit, allem entgegenzutreten, was kommen mag, solange er mit seinem geliebten Menschen zusammen ist. Der zweite Vers "So lang du lebest, ist es Tag" verdeutlicht die Bedeutung der Anwesenheit des geliebten Menschen für den Sprecher. Solange diese Person lebt, ist das Leben für den Sprecher voller Licht und Hoffnung, ähnlich wie der Tag voller Helligkeit ist. Die Liebe gibt dem Leben Sinn und erhellt selbst die dunkelsten Momente. Im dritten Vers "Und geht es in die Welt hinaus, Wo du mir bist, bin ich zu Haus" wird die Idee der Geborgenheit und des Zuhause-Seins durch die Anwesenheit des geliebten Menschen ausgedrückt. Egal wohin der Sprecher geht oder was er erlebt, solange er mit seinem geliebten Menschen zusammen ist, fühlt er sich sicher und geborgen. Die Liebe schafft einen Ort des Trostes und der Zuflucht, selbst in einer fremden und unsicheren Welt. Der letzte Vers "Ich seh dein liebes Angesicht, Ich sehe die Schatten der Zukunft nicht" verdeutlicht die tröstende Wirkung der Liebe. Indem der Sprecher auf das Gesicht seines geliebten Menschen blickt, vergisst er die Sorgen und Ängste, die die Zukunft mit sich bringen könnte. Die Liebe ermöglicht es dem Sprecher, im gegenwärtigen Moment zu leben und die Schönheit des Lebens zu genießen, ohne sich von den Schatten der Zukunft beunruhigen zu lassen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- So komme, was da kommen mag!
- Metapher
- Wo du mir bist, bin ich zu Haus.
- Personifikation
- Ich sehe die Schatten der Zukunft nicht.