Trost

Joseph von Eichendorff

1857

Es haben viel Dichter gesungen Im schönen deutschen Land, Nun sind ihre Lieder verklungen, Die Sänger ruhen im Sand.

Aber so lange noch kreisen Die Stern um die Erde rund, Tun Herzen in neuen Weisen Die alte Schönheit kund.

Im Walde da liegt verfallen Der alten Helden Haus, Doch aus den Toren und Hallen Bricht jährlich der Frühling aus.

Und wo immer müde Fechter Sinken im mutigen Strauß, Es kommen frische Geschlechter Und fechten es ehrlich aus.

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Interpretation

Das Gedicht "Trost" von Joseph von Eichendorff thematisiert die Vergänglichkeit menschlicher Leistungen und das Weiterleben der Natur. Es beginnt mit der Klage über vergangene Dichter und ihre vergessenen Werke, die im Sand ruhen. Doch selbst wenn die Sterne weiterhin ihre Bahnen ziehen, werden Herzen immer wieder auf neue Weise die alte Schönheit verkünden. Im zweiten Teil des Gedichts wird der Verfall eines alten Heldenhauses im Wald beschrieben. Doch selbst hier bricht der Frühling jährlich aus und bringt neues Leben. Das Gedicht schließt mit der Vorstellung, dass müde Kämpfer zwar im Kampf fallen, aber frische Generationen nachkommen und den Kampf ehrenvoll fortsetzen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes. Trotz des unausweichlichen Verfalls und der Vergänglichkeit menschlicher Errungenschaften wird die Schönheit und der Mut der Vergangenheit in der Natur und in den Herzen der Menschen weiterleben. Das Gedicht ermutigt dazu, die Vergänglichkeit zu akzeptieren und sich auf die ewige Wiederkehr der Natur und die Kontinuität menschlicher Werte zu konzentrieren.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Wo immer müde Fechter sinken im mutigen Strauß
Parallelismus
Es kommen frische Geschlechter und fechten es ehrlich aus
Personifikation
Die Stern um die Erde rund