Triumphbogen des Titus
1847Vieles erzählt die Geschichte von Titus′ menschlicher Güte, Und das dankbare Rom hat ihm dies Denkmal geweiht. Noch verehrt die liebende Welt den liebenden Heiden, Hat vor der Liebe ja nun auch der Verstand sich gebückt. Kapuziner durchziehen das Thor mit frommem Gesange, Und statt dem Lorbeer bedeckt nun die Kapuze das Haupt.
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Interpretation
Das Gedicht "Triumphbogen des Titus" von Wilhelm Friedrich Waiblinger behandelt den Triumphbogen des Titus in Rom und dessen symbolische Bedeutung im Laufe der Zeit. Es beginnt mit der Anerkennung der historischen Güte des Titus, die von der Geschichte erzählt wird, und der Dankbarkeit Roms, das ihm dieses Denkmal gewidmet hat. Die Welt verehrt den Titus als einen liebenden Heiden, wobei die Liebe über den Verstand triumphiert. Das Gedicht wechselt dann zur Gegenwart, in der Kapuzinermönche das Tor mit frommem Gesang durchziehen. Die einstige Lorbeerkrone, ein Symbol des Sieges und der Ehre, wird durch die Kapuze der Mönche ersetzt, was einen Wandel der Verehrung und des Gedenkens an Titus anzeigt. Dieser Übergang von der antiken zur christlichen Symbolik unterstreicht den Wandel der kulturellen und religiösen Werte im Laufe der Zeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- dankbare Rom hat ihm dies Denkmal geweiht
- Hyperbel
- Noch verehrt die liebende Welt den liebenden Heiden
- Ironie
- Hat vor der Liebe ja nun auch der Verstand sich gebückt
- Kontrast
- Und statt dem Lorbeer bedeckt nun die Kapuze das Haupt
- Metapher
- Vieles erzählt die Geschichte von Titus' menschlicher Güte
- Personifikation
- Die liebende Welt verehrt den liebenden Heiden
- Symbolik
- Triumphbogen des Titus