Trinker und Esser

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1847

Was ein Römer ißt, und ein Deutscher trinket, das, dünkt mir. Wär′ am Ende sogar Gullivers Riesen genug.

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Interpretation

Das Gedicht "Trinker und Esser" von Wilhelm Friedrich Waiblinger thematisiert den Unterschied zwischen der Ess- und Trinkkultur der Römer und der Deutschen. Waiblinger deutet an, dass die Römer eine feinere und kultiviertere Art des Essens pflegen, während die Deutschen eher auf das Trinken fokussiert sind. Der Verweis auf Gullivers Riesen am Ende des Gedichts lässt darauf schließen, dass selbst diese übergroßen Gestalten nicht in der Lage wären, die Menge an Essen und Trinken zu bewältigen, die von den Deutschen konsumiert wird. Die Verwendung des Wortes "dünkt" in der ersten Zeile verleiht dem Gedicht einen leicht ironischen Unterton, der die Kritik an der deutschen Ess- und Trinkkultur noch verstärkt. Waiblinger scheint zu suggerieren, dass die Deutschen in ihrer Ess- und Trinkkultur etwas übertreiben und dass die Römer in dieser Hinsicht kultivierter und raffinierter sind. Das Gedicht kann auch als eine Art kulturelle Kritik verstanden werden, die auf die Unterschiede zwischen den Kulturen und den Einfluss der Geschichte auf die Ess- und Trinkgewohnheiten hinweist. Waiblinger scheint zu suggerieren, dass die Römer eine höhere kulturelle Stufe erreicht haben als die Deutschen, zumindest was das Essen und Trinken betrifft.

Schlüsselwörter

römer ißt deutscher trinket dünkt wär ende sogar

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Stilmittel

Vergleich
Was ein Römer ißt, und ein Deutscher trinket
Übertreibung
das, dünkt mir. Wär′ am Ende sogar Gullivers Riesen genug