Treue (1)
1857Wenn schon alle Vögel schweigen In des Sommers schwülem Drang, Sieht man, Lerche, dich noch steigen Himmelwärts mit frischem Klang.
Wenn die Bäume all verzagen Und die Farben rings verblühn, Tannbaum, deine Kronen ragen Aus der Öde ewiggrün.
Darum halt nur fest die Treue, Wird die Welt auch alt und bang, Brich den Frühling an aufs neue, Wunder tut ein rechter Klang!
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Interpretation
Das Gedicht "Treue" von Joseph von Eichendorff handelt von der Beständigkeit und Treue in der Natur und im Leben. Es beginnt mit der Beschreibung der Lerche, die auch im Sommerhitze noch singt und in den Himmel steigt. Dies symbolisiert die unerschütterliche Treue und Hoffnung, die selbst in schwierigen Zeiten bestehen bleibt. Das Gedicht wechselt dann zur Beschreibung der Tanne, deren grüne Krone selbst in der Ödnis und im Winter grün bleibt. Dies symbolisiert die Beständigkeit und Treue, die auch in schwierigen Zeiten und in der Natur bestehen bleibt. Das Gedicht endet mit der Aufforderung, die Treue zu halten, auch wenn die Welt alt und bang wird. Es betont, dass ein wahrer Klang Wunder bewirken kann und dass die Treue und Beständigkeit in der Natur und im Leben immer wieder erneuert werden können. Das Gedicht ermutigt den Leser, in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben und die Hoffnung und Treue nicht aufzugeben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Brich den Frühling an aufs neue
- Kontrast
- Wenn schon alle Vögel schweigen In des Sommers schwülem Drang
- Metapher
- Wunder tut ein rechter Klang
- Personifikation
- Wenn die Bäume all verzagen
- Symbolik
- Tannbaum, deine Kronen ragen Aus der Öde ewiggrün