Traumig

August Stramm

unknown

Frauen schreiten ab zersehnte Augen Kinderlachen händelt schmerzes Blut Fernen nicken Blüten winken Kommen sammeln winden Würgen sticket klamm die tränen Schlund.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Traumig

Interpretation

Das Gedicht "Traumig" von August Stramm beschreibt eine surreale und traumartige Szene, in der verschiedene Elemente auf ungewöhnliche Weise miteinander interagieren. Frauen mit zersehnten Augen schreiten vorbei, während das Lachen von Kindern das Blut der Schmerzen verkauft. Die Ferne nickt und die Blüten winken, während sich Dinge sammeln, winden und würgen. Die Tränen werden im Schlund geklammert, was auf eine starke emotionale Anspannung und Verzweiflung hindeutet. Die Sprache des Gedichts ist geprägt von ungewöhnlichen Wortkombinationen und Verben, die normalerweise nicht zusammenpassen, wie "händelt" und "verkauft". Dies erzeugt eine traumhafte und surreale Atmosphäre, die den Leser in eine andere Welt entführt. Die Verwendung von Verben wie "winken" und "nicken" verleiht den nicht-menschlichen Elementen des Gedichts eine Art von Leben und Bewegung. Das Gedicht endet mit dem Bild der geklammerten Tränen im Schlund, was auf eine starke emotionale Anspannung und Verzweiflung hindeutet. Die Verwendung des Wortes "würgen" verstärkt diesen Eindruck und lässt den Leser die erdrückende Atmosphäre des Gedichts spüren. Insgesamt vermittelt das Gedicht ein Gefühl von Verwirrung, Schmerz und emotionaler Überwältigung.

Schlüsselwörter

frauen schreiten zersehnte augen kinderlachen händelt schmerzes blut

Wortwolke

Wortwolke zu Traumig

Stilmittel

Alliteration
Frauen schreiten ab zersehnte Augen
Enjambement
Kommen sammeln winden Würgen sticket klamm die tränen Schlund
Personifikation
Blüten winken