Träume

Stefan Zweig

1942

Du mußt dich ganz deinen Träumen vertrauen  Und ihr heimlichstes Wesen erlernen,  Wie sie sich hoch in den flutenden blauen  Fernen verlieren gleich wehenden Sternen.  Und wenn sie in deine Nächte glänzen  Und Wunsch und Wille, Geschenk und Gefahr  Lächelnd verknüpfen zu flüchtigen Kränzen,  So nimm sie wie milde Blüten ins Haar.  Und schenke dich ganz ihrem leuchtenden Spiele:  In ihnen ist Wahrheit des ewigen Scheins,  Schöne Schatten all deiner Ziele  Rinnen sie einst mit den Taten in Eins.

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Illustration zu Träume

Interpretation

Das Gedicht "Träume" von Stefan Zweig handelt von der tiefen Verbindung zwischen dem Träumenden und seinen Träumen. Der Autor fordert den Leser auf, sich vollständig auf seine Träume einzulassen und ihre geheimnisvolle Natur zu verstehen. Er vergleicht die Träume mit Sternen, die sich in den weiten, blauen Himmel verlieren und betont ihre vergängliche Schönheit. Zweig beschreibt, wie Träume in den Nächten des Träumenden erscheinen und Wünsche, Willen, Gaben und Gefahren zu vergänglichen Kränzen verflechten. Er rät dazu, diese Träume wie sanfte Blüten aufzunehmen und sich ganz ihrem leuchtenden Spiel hinzugeben. In den Träumen liegt die Wahrheit des ewigen Scheins, und sie sind schöne Schatten all unserer Ziele. Das Gedicht schließt mit der Idee, dass Träume und Taten eines Tages eins werden. Dies deutet darauf hin, dass die Träume des Träumenden letztendlich in die Realität übergehen und sich mit den tatsächlichen Handlungen und Errungenschaften verbinden. Stefan Zweig vermittelt die Botschaft, dass Träume eine wichtige Rolle im Leben spielen und dass man sich ihnen voll und ganz hingeben sollte, um ihre wahre Bedeutung und ihren Wert zu erkennen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Schöne Schatten all deiner Ziele
Personifikation
Und wenn sie in deine Nächte glänzen
Vergleich
Wie sie sich hoch in den flutenden blauen Fernen verlieren gleich wehenden Sternen