Träume

Unbekannt

1898

Träume sind nur Nachts erlaubt, daß man eine Bank ausraubt, daß man durch den Regen tanzt oder einfach Haschisch pflanzt! Das man durch die Wüste streift und dabei ein Liedchen pfeift, daß man Polizisten grillt und mit Hühneraugen schielt, daß man gute Freunde hat die man wirklich leiden mag, daß man lebt und das man lacht, das träumt an in der Nacht.

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Illustration zu Träume

Interpretation

Das Gedicht "Träume" von einem unbekannten Autor thematisiert die Freiheit und Ungezwungenheit, die in Träumen herrscht. Im Gegensatz zum wachen Leben, wo man durch gesellschaftliche Normen und Gesetze eingeschränkt ist, können in Träumen alle möglichen und unmöglichen Dinge geschehen. Der Dichter führt eine Reihe von absurden und oft illegalen Handlungen auf, die man im Traum ausführen kann, wie zum Beispiel eine Bank ausrauben, Haschisch pflanzen oder Polizisten grillen. Das Gedicht spielt mit der Idee, dass Träume ein Raum sind, in dem man all das tun kann, was man im realen Leben nicht tun würde oder dürfte. Es wird eine gewisse Anarchie und Rebellion gegen die Regeln des Alltags suggeriert. Die Träume sind ein Ventil für unterdrückte Wünsche und Sehnsüchte, ein Ort, an dem man sich selbst sein und tun kann, was man will, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Im letzten Vers des Gedichts wird jedoch auch eine tiefere Ebene angedeutet. Es geht nicht nur um die wilden und verrückten Träume, sondern auch um die Sehnsucht nach echten menschlichen Verbindungen und Glück. Der Traum, gute Freunde zu haben, die man wirklich mag, und einfach zu leben und zu lachen, zeigt, dass Träume auch ein Ort sein können, an dem man sich nach einem erfüllten und glücklichen Leben sehnt. Das Gedicht verdeutlicht somit die doppelte Natur der Träume als sowohl Ort der Freiheit und des Ausbruchs als auch als Raum für die Verwirklichung tieferer menschlicher Bedürfnisse und Wünsche.

Schlüsselwörter

träume nachts erlaubt bank ausraubt regen tanzt einfach

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Stilmittel

Aufzählung
daß man durch die Wüste streift und dabei ein Liedchen pfeift, daß man Polizisten grillt und mit Hühneraugen schielt
Kontrast
Träume sind nur Nachts erlaubt
Metaphorik
Träume sind nur Nachts erlaubt
Parallelismus
daß man eine Bank ausraubt, daß man durch den Regen tanzt
Reimschema
AABB CCDD EEFF GG