Tränen im Auge

Ernst von Wildenbruch

1892

Warum so bleich und blass, Geliebtes Angesicht? Warum von Tränen nass, O du mein Augenlicht?

Manch Leid will ich bestehn, Und ich verzage nicht — Dich aber weinen sehn, Ach, ich ertrag’ es nicht.

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Illustration zu Tränen im Auge

Interpretation

Das Gedicht "Tränen im Auge" von Ernst von Wildenbruch handelt von der tiefen emotionalen Verbundenheit zwischen zwei Menschen, wobei der lyrische Ich- Sprecher seinen Schmerz darüber ausdrückt, den geliebten Menschen in Tränen zu sehen. Die Fragen "Warum so bleich und blass" und "Warum von Tränen nass" verdeutlichen die Sorge und das Mitgefühl des Sprechers für das geliebte Angesicht. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht die Bereitschaft des lyrischen Ichs, selbst Leid zu ertragen, ohne zu verzagen. Doch das Anblicken des geliebten Menschen in Tränen übersteigt die eigene Belastbarkeit. Der Ausruf "Ach, ich ertrag's nicht" unterstreicht die Intensität des Schmerzes, den der Anblick der Tränen des geliebten Menschen auslöst. Das Gedicht verdeutlicht die tiefe emotionale Verbundenheit zwischen den beiden Personen und die Empathie des Sprechers für das Leid des geliebten Menschen. Es zeigt auch die Begrenztheit der eigenen Belastbarkeit auf, wenn es darum geht, den geliebten Menschen in Tränen zu sehen. Die Sprache des Gedichts ist emotional und ausdrucksstark, was die Intensität der Gefühle des lyrischen Ichs unterstreicht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Warum so bleich und blass, Geliebtes Angesicht? / Warum von Tränen nass, O du mein Augenlicht?
Frage
Warum so bleich und blass, Geliebtes Angesicht? / Warum von Tränen nass, O du mein Augenlicht?
Hyperbel
Ach, ich ertrag’ es nicht
Kontrast
Manch Leid will ich bestehn, / Und ich verzage nicht — / Dich aber weinen sehn, / Ach, ich ertrag’ es nicht
Metapher
O du mein Augenlicht