Tiere im Wald

Francisca Stoecklin

1894

Wald, wie betreuend verhüllst du die Tiere in deinem unendlichen Rauschen und Schweigen. Fern den Menschen sind sie am schönsten. Geheim im Blau. Selten, dass dir ein Reh am Waldrand scheulos begegnet. Den runden Tierblick in deine Menschenaugen taucht. - Und ward es dir nicht wie ein geisterhaftes Berühren, Wink aus dem Zwischenreich, deine Sehnsucht schmerzend -?

Tiere und Bäume sind sinnvoll verschwistert, teilen des Waldes Geheimnis.

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Illustration zu Tiere im Wald

Interpretation

Das Gedicht "Tiere im Wald" von Francisca Stoecklin handelt von der geheimnisvollen und schützenden Atmosphäre des Waldes, der die Tiere in seinem Rauschen und Schweigen umhüllt. Die Tiere sind fernab der Menschen am schönsten und geheimnisvollsten, wie im Blau verborgen. Selten wagt sich ein Reh an den Waldrand und blickt den Menschen direkt in die Augen. Dieses seltene Zusammentreffen wird als geisterhaftes Berühren und Wink aus dem Zwischenreich empfunden, das eine schmerzende Sehnsucht auslöst. Das Gedicht beschreibt die tiefe Verbundenheit zwischen Tieren und Bäumen im Wald, die als verschwistert dargestellt werden. Sie teilen das Geheimnis des Waldes, das von der Dichterin als sinnvoll und tiefgründig empfunden wird. Der Wald wird als schützender und betreuender Ort für die Tiere dargestellt, der ihnen einen Zufluchtsort vor der menschlichen Zivilisation bietet. Francisca Stoecklin verwendet eindringliche Bilder und Metaphern, um die Atmosphäre und Stimmung des Waldes zu beschreiben. Das Rauschen und Schweigen des Waldes wird als unendlich und betreuend empfunden, während die Tiere als geheimnisvoll und fernab der Menschen dargestellt werden. Das seltene Zusammentreffen eines Rehs mit einem Menschen wird als schmerzende Sehnsucht und geisterhaftes Berühren beschrieben, das aus dem Zwischenreich kommt. Das Gedicht endet mit der Aussage, dass Tiere und Bäume im Wald verschwistert sind und das Geheimnis des Waldes teilen, was die tiefe Verbundenheit und Harmonie in der Natur betont.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Kontrast
Fern den Menschen sind sie am schönsten
Metapher
teilen des Waldes Geheimnis
Personifikation
Wald, wie betreuend verhüllst du die Tiere