Thorwaldsen (8)
1804Wär′ es möglich, versucht′ ich′s zu rühmen, was huldreich der Genius Deinem Gedanken, was er all′ deinem Meißel vertraut, Dann auch wüßt′ ich, wie möglich, daß nun der Genius der Vorzeit In der Mitwelt so reich, männlich und thätig sich zeigt.
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Interpretation
Das Gedicht "Thorwaldsen (8)" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschäftigt sich mit dem Genie des Bildhauers Bertel Thorvaldsen. Der Autor stellt die Frage, ob es möglich wäre, das zu rühmen, was der Genius Thorvaldsens Gedanken geschenkt und seinem Meißel anvertraut hat. Er deutet an, dass dies eine große Leistung wäre, die es zu würdigen gilt. Im zweiten Teil des Gedichts weist Waiblinger darauf hin, dass das Genie der Vorzeit in der heutigen Zeit so reich, männlich und tätig zu sein scheint. Dies lässt darauf schließen, dass Thorvaldsen als Künstler in seiner Zeit eine bedeutende Rolle spielt und sein Werk als Fortsetzung oder Wiederbelebung des Genies vergangener Epochen gesehen wird. Das Gedicht betont somit die Bewunderung für Thorvaldsens künstlerisches Schaffen und stellt ihn als einen Künstler dar, der das Genie früherer Zeiten in seiner eigenen Zeit zum Ausdruck bringt. Es unterstreicht die Bedeutung von Thorvaldsens Werk und seine Rolle als Träger des künstlerischen Erbes.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- wär' es möglich, versucht' ich's zu rühmen
- Bildlichkeit
- Deinem Gedanken, was er all' deinem Meißel vertraut
- Hyperbel
- In der Mitwelt so reich, männlich und thätig sich zeigt
- Metapher
- Genius der Vorzeit
- Personifikation
- Genius der Vorzeit