Thorwaldsen (7)

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1804

Hoh′ und göttlich erscheint der Lehrer der Erde den Jüngern, Wie sie auch seien, du siehst immer den Einzigen an. Also blendet den sterblichen Blick unsterbliche Größe, Also stehst du allein unter den Jüngern auch da.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Thorwaldsen (7)

Interpretation

Das Gedicht "Thorwaldsen (7)" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt die Verehrung und Bewunderung, die die Jünger ihrem Lehrer entgegenbringen. Die erste Strophe verdeutlicht, dass der Lehrer als göttliche und erhabene Figur wahrgenommen wird, unabhängig von den unterschiedlichen Charakteren seiner Schüler. Diese universelle Anerkennung unterstreicht die einzigartige und herausragende Stellung des Lehrers. In der zweiten Strophe wird die überwältigende Wirkung der unsterblichen Größe des Lehrers auf die sterblichen Schüler dargestellt. Die Metapher des Blendens verdeutlicht, wie beeindruckend und faszinierend die Präsenz des Lehrers ist. Die Schüler fühlen sich in seiner Gegenwart klein und unbedeutend, was ihre tiefe Ehrfurcht und Bewunderung unterstreicht. Die abschließende Zeile betont die Isolation des Lehrers, der trotz der Gemeinschaft mit seinen Jüngern als einsamer, herausragender Charakter wahrgenommen wird. Diese Einsamkeit resultiert aus seiner überlegenen Weisheit und Größe, die ihn von seinen Schülern abhebt und ihn zu einer fast mythischen Figur macht. Das Gedicht vermittelt somit eine tiefe Verehrung und ein Gefühl der Demut gegenüber dem Lehrer.

Schlüsselwörter

jüngern also hoh göttlich erscheint lehrer erde seien

Wortwolke

Wortwolke zu Thorwaldsen (7)

Stilmittel

Gleichnis
Also blendet den sterblichen Blick unsterbliche Größe
Hyperbel
Hoh′ und göttlich erscheint der Lehrer der Erde den Jüngern
Metapher
unsterbliche Größe
Parallelismus
Wie sie auch seien, du siehst immer den Einzigen an
Personifikation
blendet den sterblichen Blick
Superlativ
stehst du allein unter den Jüngern auch da