Thorwaldsen (4)

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1826

Keusch war sie dir, sie nahm nur zum Schein, zum lieblichen Sinnbild Einen weiblichen Leib, einen unsterblichen um. Nur als Priester bist du in ihrem Tempel, und stellest Auf dem Altar ihr Bild, wo du sie sahest, ihr auf.

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Interpretation

Das Gedicht "Thorwaldsen" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschäftigt sich mit der Verehrung einer Frau als Kunst und Ideal. Die Frau wird als keusch und rein dargestellt, indem sie nur scheinbar einen weiblichen Körper annimmt, der als liebliches Sinnbild dient. Ihr wahres Wesen ist jedoch unsterblich und transzendiert die physische Form. Waiblinger vergleicht die Beziehung zwischen dem Künstler und der Frau mit der eines Priesters in einem Tempel. Der Künstler, der Thorwaldsen darstellt, stellt ein Bild der Frau auf einen Altar, wo er sie einst erblickt hat. Dieses Bild wird zum Gegenstand der Verehrung und Anbetung, ähnlich wie ein religiöses Symbol. Das Gedicht verdeutlicht die Idee, dass Kunst die Schönheit und das Wesen einer Frau auf eine Weise einfangen kann, die über die physische Erscheinung hinausgeht. Die Frau wird zu einem unsterblichen Ideal, das der Künstler in seiner Kunst verehrt und verewigt. Die Verwendung von religiösen Bildern wie dem Tempel und dem Altar unterstreicht die tiefe Verehrung und den Respekt, den der Künstler für die Frau und ihre Schönheit empfindet.

Schlüsselwörter

keusch nahm schein lieblichen sinnbild weiblichen leib unsterblichen

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Stilmittel

Bildsprache
Stellst auf dem Altar ihr Bild, wo du sie sahest, ihr auf
Metapher
Sie nahm nur zum Schein, zum lieblichen Sinnbild einen weiblichen Leib, einen unsterblichen um.
Personifikation
Keusch war sie dir
Symbolik
Priester bist du in ihrem Tempel