Thorwaldsen (1)
1804Größerer Bildner, es öffnete dir die verschlossene Vorwelt, Deinem gelichtetern Blick, tiefer verborgenes Gold, Und nicht den sinnlichen Reiz, den erhabenen Sinn und die Hoheit, Geist und Schönheit, Verstand nahmst du begeistert heraus.
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Interpretation
Das Gedicht "Thorwaldsen" von Wilhelm Friedrich Waiblinger preist den dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen als einen Künstler von außergewöhnlichem Talent und tiefem Verständnis für die Antike. Waiblinger beschreibt Thorvaldsen als einen "Größeren Bildner", der in der Lage war, die verschlossene Vorwelt zu öffnen und tief verborgene Schätze zu entdecken. Thorvaldsen wird als jemand dargestellt, der über einen erleuchteten Blick verfügte, der es ihm ermöglichte, das wahre Gold der Antike zu finden. Waiblinger betont, dass Thorvaldsen nicht nur den sinnlichen Reiz der antiken Kunst schätzte, sondern auch deren erhabenen Sinn und Hoheit. Er nahm Geist und Schönheit sowie Verstand begeistert aus den antiken Werken heraus und verstand es, diese Elemente in seinen eigenen Schöpfungen zu vereinen. Das Gedicht verdeutlicht die Bewunderung des Autors für Thorvaldsens Fähigkeit, die Essenz der antiken Kunst zu erfassen und in seinen Skulpturen zum Ausdruck zu bringen. Thorvaldsens Werk wird als eine Brücke zwischen der Antike und der Moderne dargestellt, die es ermöglicht, die zeitlose Schönheit und den tieferen Sinn der antiken Kunst zu erleben. Waiblinger hebt die spirituelle und intellektuelle Dimension von Thorvaldsens Kunst hervor, die über die reine ästhetische Anziehungskraft hinausgeht. Das Gedicht ist eine Hommage an Thorvaldsens Genie und seine Fähigkeit, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden und die zeitlose Schönheit der antiken Kunst neu zu interpretieren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Geist und Schönheit, Verstand
- Hyperbel
- Größerer Bildner
- Metapher
- tiefer verborgenes Gold
- Personifikation
- es öffnete dir die verschlossene Vorwelt