Tempel in Cori
1893Bist du des Helden Tempel, der hier dem blumigen Felsen, Einem Elysium hier, Myrthen und Rosen entragt, Wahrlich dann bauten die Grazien dich, zum lieblichsten Denkmal, Daß dir die Göttin den Trank ewiger Jugend gereicht.
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Interpretation
Das Gedicht "Tempel in Cori" von Wilhelm Friedrich Waiblinger thematisiert die Schönheit und Vergänglichkeit eines antiken Tempels, der inmitten einer blühenden Landschaft liegt. Der Dichter stellt die Frage, ob der Tempel dem Helden geweiht ist, der hier in einem elysischen Garten Myrthen und Rosen angebaut hat. Die Grazien, Göttinnen der Schönheit und Anmut, sollen den Tempel als lieblichstes Denkmal erbaut haben, damit die Göttin dem Helden den Trank ewiger Jugend reicht. Das Gedicht vermittelt eine nostalgische Stimmung und erweckt den Eindruck, dass der Tempel ein Relikt vergangener Zeiten ist, das von der Natur umgeben ist. Die blumige Felslandschaft und der Anbau von Myrthen und Rosen deuten auf einen idyllischen Ort hin, der von Schönheit und Fruchtbarkeit geprägt ist. Die Erwähnung der Grazien und der Göttin, die den Trank ewiger Jugend reicht, verleiht dem Tempel eine mythische und göttliche Bedeutung. Das Gedicht spielt mit der Idee der Vergänglichkeit und der Sehnsucht nach ewiger Jugend und Schönheit. Der Tempel steht als Symbol für die Vergänglichkeit menschlicher Errungenschaften und die Beständigkeit der Natur. Die Grazien und die Göttin symbolisieren die ewige Schönheit und Jugend, die der Held durch den Tempel und den Trank erlangt hat. Das Gedicht lädt den Leser ein, über die Vergänglichkeit des Lebens und die Sehnsucht nach Unsterblichkeit nachzudenken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Bist du des Helden Tempel, der hier dem blumigen Felsen
- Hyperbel
- einem Elysium hier, Myrthen und Rosen entragt
- Metapher
- zum lieblichsten Denkmal
- Personifikation
- Wahrlich dann bauten die Grazien dich
- Symbolik
- Trank ewiger Jugend