Tango
unknownTango tönt durch Nacht und Flieder. Ist′s im Kurhaus die Kapelle? Doch es springt mir in die Glieder, Und ich dreh mich schnell und schnelle.
Tango - alle Muskeln spannt er. Urwald und Lianentriebe, Jagd und Kampf - und wie ein Panther Schleich ich durch die Nacht nach Liebe.
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Interpretation
Das Gedicht "Tango" von Klabund handelt von der faszinierenden und begeisternden Wirkung des Tango-Musikrhythmus auf den lyrischen Ich. Die Musik dringt durch die Nacht und weckt ein starkes Verlangen, sich zu bewegen und zu tanzen. Das lyrische Ich wird von der Musik in seinen Gliedern erfasst und beginnt sich schnell und geschmeidig zu drehen. Der Tango wird als eine kraftvolle und ursprüngliche Kraft beschrieben, die alle Muskeln anspannt. Er erinnert an den Urwald mit seinen Lianen und an die Jagd und den Kampf. Das lyrische Ich vergleicht sich mit einem Panther, der durch die Nacht schleicht und nach Liebe sucht. Der Tango wird als eine leidenschaftliche und sinnliche Ausdrucksform dargestellt, die das Verlangen nach körperlicher Nähe und Liebe weckt. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Intensität und den Rausch, den der Tango beim Zuhörer auslöst. Es zeigt die Faszination für den Tanz und die damit verbundene Sinnlichkeit und Leidenschaft. Der Tango wird als eine befreiende und aufregende Erfahrung dargestellt, die das lyrische Ich in seinen Bann zieht und es dazu bringt, sich frei und ungehemmt zu bewegen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Tango tönt durch Nacht und Flieder
- Bildsprache
- Urwald und Lianentriebe, Jagd und Kampf
- Metapher
- Und ich dreh mich schnell und schnelle
- Personifikation
- Tango - alle Muskeln spannt er
- Vergleich
- Und wie ein Panther