Sursum corda!
1928Wir wollen nie an Tod und Krankheit denken: Was in uns Wert hat, das gehört dem Leben - Wir wollen′s ihm und der Gesundheit geben Und nichts davon dem Nachtverfallnen schenken!
Die Funken, die da sprühn in unserm Hirne, Die Glut, die fühlt und will in unserm Blute, Sie sollen freudetreu mit stolzem Mute Verschwistert grüßen leuchtende Gestirne!
Und wenn die Feuer in uns selbst verglühen, Dann gelt′ es uns als ganzes Überwinden, Daß aus der Asche, drinnen wir verschwinden, Lichtfrohe neue Lebenswunder blühen!
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Interpretation
Das Gedicht "Sursum corda!" von Hanns von Gumppenberg ist ein Aufruf zum Leben und zur Freude. Es ermutigt den Leser, sich nicht von negativen Gedanken wie Tod und Krankheit beeinflussen zu lassen, sondern sich stattdessen auf das Positive im Leben zu konzentrieren. Der Titel "Sursum corda!" bedeutet übersetzt "Herzen auf!" und deutet darauf hin, dass das Gedicht eine optimistische und aufbauende Botschaft vermittelt. Der erste Vers des Gedichts drückt den Wunsch aus, nie an Tod und Krankheit zu denken. Es betont, dass das, was in uns wertvoll ist, dem Leben gehört und der Gesundheit gewidmet sein soll. Der Nachtverfallne, also der Tod, soll nichts davon erhalten. Dies unterstreicht die positive Einstellung des Gedichts und den Willen, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Die folgenden Verse beschreiben die Funken und die Glut, die in unserem Gehirn und Blut sprühen. Diese metaphorischen Elemente stehen für die Leidenschaft, den Willen und die Freude, die in uns lebendig sind. Sie sollen freudig und stolz die leuchtenden Gestirne begrüßen, was die Verbindung zwischen dem Menschlichen und dem Kosmischen symbolisiert. Das Gedicht fordert uns auf, diese Funken und Glut mit Stolz und Mut zu umarmen und sie als Teil unseres Lebens zu betrachten. Im letzten Vers des Gedichts wird das Konzept der Wiedergeburt und des ewigen Lebens angesprochen. Es wird darauf hingewiesen, dass selbst wenn die Feuer in uns selbst erlöschen, das Licht und die Freude des Lebens weiterhin existieren. Aus der Asche, in der wir verschwinden, sollen neue Lebenswunder erblühen. Dies symbolisiert die Hoffnung und den Glauben an die Kontinuität des Lebens, selbst nach dem Tod. Insgesamt vermittelt das Gedicht "Sursum corda!" von Hanns von Gumppenberg eine positive und lebensbejahende Botschaft. Es ermutigt den Leser, sich auf das Positive zu konzentrieren, das Leben in vollen Zügen zu genießen und an die ewige Natur des Lebens zu glauben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Daß aus der Asche, drinnen wir verschwinden, Lichtfrohe neue Lebenswunder blühen
- Kontrast
- Was in uns Wert hat, das gehört dem Leben - Wir wollen′s ihm und der Gesundheit geben Und nichts davon dem Nachtverfallnen schenken
- Metapher
- Die Funken, die da sprühn in unserm Hirne, Die Glut, die fühlt und will in unserm Blute
- Personifikation
- Sie sollen freudetreu mit stolzem Mute Verschwistert grüßen leuchtende Gestirne
- Symbolik
- Sursum corda! (Aufwärts mit den Herzen!)