Summa Summarum
1819Eine kleine Stellung, ein kleiner Orden [Fast wär ich auch mal Hofrat geworden], Ein bißchen Namen, ein bißchen Ehre, eine Tochter “geprüft”, ein Sohn im Heere, Mit siebzig ′ne Jubiläumsfeier, Artikel im Brockhaus und im Meyer… Altpreußischer Durchschnitt, Summa Summarum, Es drehte sich immer um Lirum Larum Um Lirum Larum Löffelstiel. Alles in allem - es war nicht viel.
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Interpretation
Das Gedicht "Summa Summarum" von Theodor Fontane beschreibt die Bilanz eines Lebens, das von bescheidenen Erfolgen und durchschnittlichen Errungenschaften geprägt ist. Der Erzähler reflektiert über seine Karriere, die zwar eine kleine Stellung und einen Orden umfasste, aber letztlich zu keinem herausragenden Ruhm führte. Die Erwähnung des beinahe erreichten Titels "Hofrat" unterstreicht die Nähe zu einem höheren Status, der jedoch unerreicht blieb. Die Familie spielt ebenfalls eine Rolle, mit einer "geprüften" Tochter und einem Sohn im Militär, was auf traditionelle Werte und Erwartungen hinweist. Die Jubiläumsfeier im Alter von siebzig Jahren und die Erwähnung von Artikeln in Nachschlagewerken wie Brockhaus und Meyer deuten auf eine gewisse Anerkennung hin, die jedoch eher bescheiden ausfällt. Der Ausdruck "Altpreußischer Durchschnitt" fasst die Essenz des Lebens zusammen, das weder außergewöhnlich erfolgreich noch besonders misserfolgreich war. Die wiederholte Erwähnung von "Lirum Larum" und "Löffelstiel" verleiht dem Gedicht eine spielerische, fast kindliche Note, die im Kontrast zu der ernsten Reflexion über das Leben steht. Diese Phrasen könnten als Metapher für die Belanglosigkeit und die Unbedeutendheit der Errungenschaften des Erzählers dienen. Das Leben drehte sich um "Lirum Larum", was darauf hindeutet, dass es voller Lärm und Aktivität war, aber letztendlich ohne tieferen Sinn oder bleibende Wirkung. Das Gedicht endet mit der resignierten Feststellung "Alles in allem - es war nicht viel", was die Enttäuschung und die Akzeptanz eines durchschnittlichen Lebens zusammenfasst. Fontane vermittelt hier ein Gefühl der Bescheidenheit und des Realismus, indem er die Grenzen des menschlichen Ehrgeizes und die Vergänglichkeit des Ruhms aufzeigt. Das Gedicht regt den Leser dazu an, über die Bedeutung von Erfolg und Anerkennung nachzudenken und ob ein Leben, das im Großen und Ganzen unauffällig verläuft, weniger wertvoll ist als eines, das von außergewöhnlichen Leistungen geprägt ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- alliteration
- Lirum Larum Löffelstiel
- aufzählung
- Eine kleine Stellung, ein kleiner Orden, Ein bißchen Namen, ein bißchen Ehre
- kontrast
- Es drehte sich immer um Lirum Larum / Um Lirum Larum Löffelstiel
- metapher
- Altpreußischer Durchschnitt