Süßer Maie Blütenjunge...
1798Süßer Maie Blütenjunge Bring ihr blühnde Friedenszweige, Bitte sie mit süßer Zunge, Daß sie dir die Blume zeige Der sie gerne mag vertrauen In den Busen ihr zu blicken. Und dann will ich auf den Auen Einen lieben Kranz ihr pflücken, Will die Blumen sprechen lehren »Wolle Huld der Schuld gewähren, Die schon harte Straf erlitte.«
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Interpretation
Das Gedicht "Süßer Maie Blütenjunge" von Clemens Brentano handelt von der Sehnsucht eines jungen Mannes nach der Liebe einer Frau. Der Sprecher bittet den "Blütenjunge", der den Frühling und die Liebe symbolisiert, die Frau mit blühenden Friedenszweigen zu erfreuen und sie mit süßen Worten zu umwerben. Er soll sie darum bitten, ihm die Blume zu zeigen, die sie gerne in ihrem Busen versteckt, als Zeichen ihrer Zuneigung. Der Sprecher verspricht, auf den Wiesen einen lieben Kranz für die Frau zu pflücken, wenn der "Blütenjunge" erfolgreich ist. Die Blumen sollen sprechen lernen und die Frau um Gnade bitten, ihr die Schuld zu gewähren, die sie bereits durch harte Strafen erlitten hat. Dies deutet darauf hin, dass die Frau möglicherweise bereits unerwiderte Liebe erfahren hat oder unter dem Druck gesellschaftlicher Konventionen steht. Das Gedicht vermittelt eine romantische Stimmung und die Hoffnung auf die Erfüllung der Liebe. Die Natur wird als Verbündete des Liebenden dargestellt, der durch die Schönheit der Blumen und die Sprache der Natur die Gunst der Frau gewinnen will. Die Wiederholung des Wortes "sie" und die Verwendung von weiblichen Endungen in den Verben unterstreichen die weibliche Perspektive und die Empathie des Sprechers für die Frau.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Süßer Maie
- Anapher
- Will die Blumen sprechen lehren
- Hyperbel
- Huld der Schuld gewähren
- Metapher
- blühnde Friedenszweige
- Personifikation
- Blütenjunge