Süsigkeit der Liebe
1745Die Götter thaten, uns zu necken, Schmerz, Sorgen, Krankheit, Mangel, Schwermuth Und alle Gattungen von Übel Vorzeiten in Pandorens Büchse; Allein Cythere, unsre Freundin, That ihren Sohn dazu: derselbe Versüst uns nun die Übel alle.
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Interpretation
Das Gedicht "Süsigkeit der Liebe" von Johann Nikolaus Götz thematisiert die duale Natur des menschlichen Daseins, das sowohl von Leiden als auch von Liebe geprägt ist. In der ersten Strophe wird auf die griechische Mythologie Bezug genommen, in der Pandora, die erste Frau, eine Büchse öffnet und damit alle Übel der Welt freisetzt. Götz erweitert diese Metapher, indem er die Göttin Cythere (Aphrodite) und ihren Sohn, den Gott der Liebe, hinzufügt, der die Welt mit Süße und Liebe erfüllt. In der zweiten Strophe wird die Rolle der Liebe als Gegenpol zum Leid betont. Der Gott der Liebe, Amor, wird als eine Art Heilsbringer dargestellt, der die Bitterkeit des Lebens durch die Süße der Liebe versüßt. Götz deutet an, dass die Liebe die Kraft hat, das menschliche Dasein erträglicher zu machen und einen Ausgleich zu den Widrigkeiten des Lebens zu schaffen. Die dritte Strophe schließt mit der Erkenntnis, dass die Liebe trotz aller Widrigkeiten und Übel, die das Leben mit sich bringt, eine Quelle der Hoffnung und des Trostes bleibt. Götz vermittelt die Botschaft, dass die Liebe eine universelle Kraft ist, die das menschliche Herz erleuchtet und die Dunkelheit des Lebens erhellt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schmerz, Sorgen, Krankheit, Mangel, Schwermuth
- Anspielung
- Pandorens Büchse
- Hyperbel
- Allein Cythere, unsre Freundin
- Metapher
- Derselbe versüst uns nun die Übel alle
- Personifikation
- Cythere, unsre Freundin