Styx
1869O, ich wollte, dass ich wunschlos schließ. wüsst ich einen Strom, wie mein Leben so tief, flösse mit seinen Wassern.
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Interpretation
Das Gedicht "Styx" von Else Lasker-Schüler ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und der Sehnsucht nach einem friedlichen Ende. Die Autorin verwendet dabei das Bild des Flusses Styx, der in der griechischen Mythologie als Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten gilt. Im ersten Vers drückt die Sprecherin den Wunsch aus, "wunschlos zu schließ", was als Sehnsucht nach einem Zustand der Zufriedenheit und Ruhe interpretiert werden kann. Dies wird im zweiten Vers verstärkt, indem sie von einem Strom träumt, der so tief ist wie ihr eigenes Leben. Der Fluss symbolisiert hier den Lebensweg und die damit verbundenen Erfahrungen und Emotionen. Im letzten Vers wünscht sich die Sprecherin, dass dieser Strom "mit seinen Wassern flösse". Dies kann als Metapher für den Übergang in den Tod verstanden werden, wobei die Gewässer des Flusses den Übergang in eine andere Existenzebene darstellen. Das Gedicht vermittelt somit eine melancholische Stimmung und reflektiert über die Endlichkeit des Lebens sowie die Hoffnung auf einen friedlichen Abschluss.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- wunschlos schließ
- Metapher
- wüsst ich einen Strom, wie mein Leben so tief
- Personifikation
- flösse mit seinen Wassern