Stumm
1934Ein Wurm hängt am Angelhaken. Ein Fisch beißt den Wurm. der Fisch beißt auch den Angelhaken. Die Angel zieht den Fisch. Nun hängt der Fisch an der Angel. Die Angel zieht ihn in die Luft. Der Fisch stirbt in der Luft. Die Angel stirbt den Fisch: Ein neuer Wurm hängt am Angelhaken. Ein neuer Fisch beißt den neuen Wurm. Und neues Leben blüht aus den Ruinen.
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Interpretation
Das Gedicht "Stumm" von Kurt Schwitters beschreibt einen endlosen Kreislauf des Lebens und Sterbens, der mit einem Wurm beginnt, der am Angelhaken hängt. Ein Fisch beißt den Wurm und auch den Angelhaken. Die Angel zieht den Fisch an sich, und er stirbt in der Luft. Die Angel tötet den Fisch, und ein neuer Wurm hängt am Angelhaken. Ein neuer Fisch beißt den neuen Wurm, und neues Leben blüht aus den Ruinen. Das Gedicht zeigt die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes. Es verdeutlicht, dass Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind und dass aus dem Tod neues Leben entstehen kann. Der Angelhaken symbolisiert dabei die Unausweichlichkeit des Todes, der jeden erwartet. Die Wiederholung des Geschehens am Ende des Gedichts unterstreicht die Endlosigkeit dieses Kreislaufs. Es wird deutlich, dass das Leben immer weitergeht, auch wenn einzelne Lebewesen sterben. Das Gedicht vermittelt somit eine Botschaft der Hoffnung und des ewigen Lebens. Insgesamt ist "Stumm" ein tiefgründiges Gedicht, das zum Nachdenken über die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes anregt. Es zeigt, dass Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind und dass aus dem Tod neues Leben entstehen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Ein neuer Fisch beißt den neuen Wurm.
- Metaphor
- Und neues Leben blüht aus den Ruinen.
- Personifikation
- Die Angel stirbt den Fisch