Struwwelpeter

Heinrich Hoffmann

1858

Sieh einmal, hier steht er pfui, der Struwwelpeter! An den Händen beiden ließ er sich nicht schneiden seine Nägel fast ein Jahr; kämmen ließ er sich nicht sein Haar. Pfui, ruft da ein jeder: Garst’ger Struwwelpeter!

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Illustration zu Struwwelpeter

Interpretation

Das Gedicht "Struwwelpeter" von Heinrich Hoffmann handelt von einem Jungen, der sich nicht um sein Äußeres kümmert und dadurch zum Gespött wird. Es wird beschrieben, wie er sich weder die Hände noch die Haare schneidet oder kämmt, was zu langen Nägeln und ungepflegtem Haar führt. Die Reaktionen der Umgebung sind von Ekel und Verachtung geprägt, was sich in dem Ausruf "Pfui" und der Bezeichnung "Garst'ger Struwwelpeter" zeigt. Das Gedicht thematisiert die gesellschaftlichen Erwartungen an Sauberkeit und Ordnung, insbesondere bei Kindern. Struwwelpeter wird als Negativbeispiel dargestellt, der durch sein Verhalten gegen die Normen verstößt. Die Betonung seiner Vernachlässigung und die Reaktionen der anderen verdeutlichen, dass Abweichungen vom Ideal nicht toleriert werden. Durch die Wiederholung des Wortes "Pfui" und die abschließende Bezeichnung als "Garst'ger Struwwelpeter" wird die moralische Lektion unterstrichen: Wer sich nicht an die Regeln hält, wird ausgegrenzt und verachtet. Das Gedicht dient somit als warnendes Beispiel für Kinder, sich ordentlich und sauber zu verhalten, um nicht zum Außenseiter zu werden.

Schlüsselwörter

pfui struwwelpeter ließ sieh einmal steht händen beiden

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Stilmittel

Alliteration
Sieh einmal, hier steht er
Anapher
pfui, der Struwwelpeter! ... pfui, ruft da ein jeder
Metapher
Garst’ger Struwwelpeter
Reimschema
A, B, A, B, C, C, D, D
Titel
Struwwelpeter