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Strahlen wie Sterne duftig klar…

Von

Strahlen wie Sterne duftigklar
Mir deine Augen, die tiefblauen,
Zieht mich ein Sehnen wunderbar
Nach selig-fernen Himmelsauen.
Die echte Liebe treu und wahr,
Wähn‘ ich auf sonnigem Grund zu schauen,
Als kennt‘ ich dich schon viele Jahr‘,
Möcht‘ ich die Seele dir vertrauen.
Reich‘ mir zum Kuß die Lippen dar,
O runzle nicht die zarten Brauen,
Umduftet süß von deinem Haar,
Laß Frieden auf mich niederthauen.
Ich bin so glück- und trostesbar…
O maienschönste aller Frauen
Sei du dem flügellahmen Aar
Die Sonne in der Nebel Grauen! …

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Gedicht: Strahlen wie Sterne duftig klar... von Wilhelm Arent

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Strahlen wie Sterne duftig klar…“ von Wilhelm Arent ist eine Liebeserklärung in Form eines klassischen Gedichts, das die Konventionen romantischer Dichtung aufgreift. Die klare und einfache Sprache, gepaart mit den Reimen, unterstreicht die aufrichtigen Gefühle des Sprechers. Die zentrale Metapher sind die Augen der geliebten Person, die wie Sterne strahlen und eine tiefe Sehnsucht nach einem „selig-fernen Himmelsauen“ wecken.

Das Gedicht entfaltet sich in einer Reihe von Gesten der Verehrung und des Verlangens. Der Sprecher drückt den Wunsch nach einer tiefen Vertrautheit aus („Möcht‘ ich die Seele dir vertrauen“) und erhofft sich die Erfüllung seiner Liebe durch einen Kuss („Reich‘ mir zum Kuß die Lippen dar“). Die Bitte, die zarten Brauen nicht zu runzeln, verdeutlicht die Angst vor Ablehnung und das Bedürfnis nach Harmonie. Der Duft des Haares der Geliebten wird als Quelle des Friedens und der Ruhe dargestellt, was die tiefe emotionale Verbundenheit unterstreicht.

Die letzten Verse des Gedichts verwenden eine weitere Metapher, um die Bedeutung der Geliebten für den Sprecher zu verdeutlichen. Er vergleicht sich selbst mit einem „flügellahmen Aar“, der in der Dunkelheit nach der Sonne, also nach der Geliebten, sucht. Diese Metapher hebt die Abhängigkeit des Sprechers von der Liebe der Frau hervor und deutet auf die Notwendigkeit ihrer Zuneigung für sein Glück. Der Vergleich mit der Sonne in der Nebel „Grauen“ symbolisiert die Hoffnung und den Trost, den die Liebe in einer düsteren Welt bietet.

Insgesamt ist das Gedicht ein Ausdruck romantischer Ideale, die das Verlangen nach Liebe, Vertrautheit und Erfüllung in den Mittelpunkt stellen. Es verwendet eine klassische Form und Bildsprache, um die starken Gefühle des Sprechers zu vermitteln. Die Einfachheit der Sprache und die klaren Bilder machen das Gedicht zugänglich und lassen die Leser*innen die Sehnsucht und das Glücksgefühl des Sprechers nachempfinden.

Weitere Informationen

Hier finden sich noch weitere Informationen zu diesem Gedicht und der Seite.

Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.