Strahlen wie Sterne duftig klar...

Wilhelm Arent

1885

Strahlen wie Sterne duftigklar Mir deine Augen, die tiefblauen, Zieht mich ein Sehnen wunderbar Nach selig-fernen Himmelsauen. Die echte Liebe treu und wahr, Wähn’ ich auf sonnigem Grund zu schauen, Als kennt’ ich dich schon viele Jahr’, Möcht’ ich die Seele dir vertrauen. Reich’ mir zum Kuß die Lippen dar, O runzle nicht die zarten Brauen, Umduftet süß von deinem Haar, Laß Frieden auf mich niederthauen. Ich bin so glück- und trostesbar… O maienschönste aller Frauen Sei du dem flügellahmen Aar Die Sonne in der Nebel Grauen! …

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Interpretation

Das Gedicht "Strahlen wie Sterne duftig klar..." von Wilhelm Arent handelt von der tiefen Sehnsucht und Liebe des lyrischen Ichs zu einer Frau. Die Augen der Geliebten werden mit Sternen verglichen, die eine wunderbare Sehnsucht nach himmlischen Gefilden wecken. Das lyrische Ich fühlt sich ihr bereits seit vielen Jahren verbunden und möchte ihr seine Seele anvertrauen. Die Liebe wird als echt, treu und wahr beschrieben, und das lyrische Ich sehnt sich danach, die Lippen der Frau zu küssen. Es bittet sie, nicht die Brauen zu runzeln und Frieden auf ihn niederfallen zu lassen. Das lyrische Ich fühlt sich glück- und trostlos, findet aber in der Frau einen Trost und eine Hoffnung. Die Frau wird als die schönste aller Frauen im Mai beschrieben und als eine Sonne für den lyrischen Ich, der sich wie ein flügellahmer Adler fühlt. Sie soll ihm in der Dunkelheit und dem Grauen Hoffnung und Licht bringen. Das Gedicht drückt eine tiefe, fast spirituelle Liebe und Sehnsucht aus, die über das Irdische hinausgeht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Die Sonne in der Nebel Grauen
Personifikation
Zieht mich ein Sehnen wunderbar
Vergleich
wie Sterne