Stolz sei wer Mensch sich fühlet...

Clemens Brentano

1778

Stolz sei wer Mensch sich fühlet! sein Wesen ist Gehoben aus dem ewigen Feuerborn, Ein edler Funke; seine Seele Ausguß der Gottheit und unvertilgbar.

Du bist ein Mensch; drum hebe zum Himmel stolz Dein Haupt, und blick umher, und verachte den, Der seines Menschenadels unwert, Schmählichem Joche den Nacken reichet!

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Interpretation

Das Gedicht "Stolz sei wer Mensch sich fühlet..." von Clemens Brentano ist ein Loblied auf die Würde und den Stolz des Menschen. Es beginnt mit der Aufforderung, stolz zu sein, wer sich als Mensch fühlt. Der Mensch wird als ein edler Funke beschrieben, der aus dem ewigen Feuerborn emporgehoben wurde. Seine Seele wird als Ausguß der Gottheit und als unvertilgbar dargestellt. Der Mensch wird als ein Geschöpf mit göttlichem Ursprung und unsterblicher Seele verehrt. Im zweiten Teil des Gedichts richtet sich der Blick auf den einzelnen Menschen. Es wird ihm geraten, stolz sein Haupt zum Himmel zu erheben und umherzublicken. Der Mensch soll denjenigen verachten, der seines Menschenadels unwürdig ist und sich einem schmachvollen Joch beugt. Hier wird der Kontrast zwischen dem würdevollen Menschen und dem erniedrigten Menschen deutlich gemacht. Der Mensch wird aufgefordert, seine Würde zu bewahren und sich nicht unterzuordnen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine positive und stolze Sicht auf den Menschen. Es betont die Einzigartigkeit und den Wert jedes Einzelnen. Der Mensch wird als ein Geschöpf mit göttlichem Ursprung und unsterblicher Seele dargestellt, der stolz sein Haupt erheben und sich nicht erniedrigen lassen soll. Das Gedicht ist ein Aufruf zur Selbstachtung und zur Bewahrung der menschlichen Würde.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Stolz sei wer Mensch sich fühlet!
Imperativ
hebe zum Himmel stolz Dein Haupt, und blick umher
Metapher
Schmählichem Joche den Nacken reichet
Personifikation
seine Seele Ausguß der Gottheit