Stammbuchvers
unknownWo du bist und wo ich sei, ferneweg und nahebei - überall und auch indessen werd′ ich deiner nicht vergessen.
Dein gedenk′ ich, still erfreut, selbsten in der Einsamkeit - ja, im dicksten Publikum schwebt mein Geist um dich herum.
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Interpretation
Das Gedicht "Stammbuchvers" von Wilhelm Busch handelt von der tiefen Verbundenheit und dem unerschütterlichen Gedanken an eine geliebte Person. Der Sprecher betont, dass diese Person unabhängig von räumlicher Entfernung stets in seinem Herzen präsent ist. Ob weit entfernt oder in unmittelbarer Nähe, die Erinnerung an den geliebten Menschen bleibt ungetrübt und beständig. In den folgenden Zeilen wird die Intensität dieser Erinnerung weiter verdeutlicht. Selbst in der Einsamkeit, wenn der Sprecher still und für sich allein ist, wird an den geliebten Menschen gedacht. Diese Gedanken bereiten Freude und Trost, was auf eine tiefe emotionale Bindung hindeutet. Die Erinnerung ist so stark, dass sie selbst inmitten einer Menschenmenge, im "dicksten Publikum", präsent ist. Der Geist des Sprechers schwebt um die geliebte Person, was die Idee einer unsichtbaren, aber spürbaren Verbindung unterstreicht. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der ewigen Verbundenheit und der Macht der Erinnerung. Es zeigt, wie eine tiefe emotionale Bindung die physische Distanz überwinden und selbst in den unterschiedlichsten Lebenssituationen präsent sein kann. Wilhelm Busch gelingt es, die Intensität dieser Gefühle in wenigen, aber eindringlichen Worten auszudrücken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- selbsten in der Einsamkeit
- Antithese
- ferneweg und nahebei
- Chiasmus
- überall und auch indessen
- Hyperbel
- im dicksten Publikum schwebt mein Geist um dich herum
- Parallelismus
- Wo du bist und wo ich sei, ferneweg und nahebei
- Personifikation
- schwebt mein Geist um dich herum