Stammbuchvers
unbekanntSo an ein Stammbuch hingezerrt hat man Verdruss. Man fühlt sich aufs Klosett gesperrt Obwohl man gar nicht muss.
Denn mancher Gast will weitergehn Und will nichts stehen lassen Und seine Klexe ungesehen Nur werfen, wo sie passen.
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Interpretation
Das Gedicht "Stammbuchvers" von Joachim Ringelnatz beschreibt die unangenehme Situation, in der man gezwungen ist, in ein Stammbuch zu schreiben, obwohl man eigentlich keine Lust dazu hat. Der Dichter verwendet eine Metapher, um diese Situation zu verdeutlichen: Er vergleicht das Schreiben im Stammbuch mit dem Gefühl, auf die Toilette gesperrt zu sein, obwohl man eigentlich nicht muss. Diese Metapher verdeutlicht die Unbehaglichkeit und den Zwang, der mit dem Schreiben im Stammbuch einhergeht. Der zweite Teil des Gedichts bezieht sich auf die Gäste, die weitergehen wollen und nichts stehen lassen möchten. Hier wird deutlich, dass es sich um Menschen handelt, die unbedacht und ohne Rücksicht auf andere handeln. Sie werfen ihre "Klexe", also ihre Gedanken oder Worte, einfach so hin, wo sie gerade passen, ohne sich Gedanken über die Auswirkungen zu machen. Diese Gäste werden als rücksichtslos und egoistisch dargestellt. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Botschaft, dass das Schreiben im Stammbuch oft eine unangenehme und erzwungene Angelegenheit ist. Es kritisiert auch das Verhalten von Menschen, die unbedacht und rücksichtslos handeln, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Der Dichter verwendet dabei humorvolle und bildhafte Sprache, um diese Situationen und Verhaltensweisen zu beschreiben.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Und seine Klexe ungesehen Nur werfen, wo sie passen
- Ironie
- Obwohl man gar nicht muss
- Metapher
- Man fühlt sich aufs Klosett gesperrt
- Personifikation
- Denn mancher Gast will weitergehn
- Vergleich
- So an ein Stammbuch hingezerrt