Spruch
1788Drüben von dem sel′gen Lande kommt ein seltsam Grüßen her, warum zagst du noch am Strande? Graut dir, weil im falschen Meer draußen auf verlornem Schiffe mancher frische Segler sinkt und von halbversunknem Riffe Meerfey nachts verwirrend singt? Wagst du′s nicht draufhin zu stranden, wirst du nimmer drüben landen!
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Interpretation
Das Gedicht "Spruch" von Joseph von Eichendorff thematisiert die Sehnsucht nach einem fernen, seligen Land und die Angst vor dem Unbekannten. Der Sprecher ruft den Zuhörer dazu auf, die Furcht zu überwinden und den Sprung ins Ungewisse zu wagen, um das ersehnte Ziel zu erreichen. Die erste Strophe beschreibt das selige Land als Quelle eines seltsamen Grußes, der den Zuhörer erreicht. Der Sprecher fragt, warum der Zuhörer noch am Ufer zögert und ängstlich ist. Die zweite Strophe führt die Gefahren an, die im falschen Meer lauern, wie das Sinken von Schiffen und die verwirrenden Gesänge der Meerfey. Trotz dieser Gefahren ermutigt der Sprecher den Zuhörer, den Mut aufzubringen und das Ufer zu verlassen. Die letzte Strophe betont die Notwendigkeit, den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Wenn der Zuhörer es nicht wagt, an Land zu gehen, wird er das selige Land niemals erreichen. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Mutes, die Ängste zu überwinden und den eigenen Träumen nachzujagen, auch wenn der Weg dorthin voller Unsicherheiten und Gefahren sein mag.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- halbversunknem Riffe
- Metapher
- falsches Meer
- Personifikation
- Meerfey nachts verwirrend singt
- Rhetorische Frage
- warum zagst du noch am Strande?
- Symbolik
- sel′gen Lande