Sprich nicht immer
1909Sprich nicht immer Von dem laub Windes raub Vom zerschellen Reifer quitten Von den tritten Der vernichter Spät im jahr. Von dem zittern Der libellen In gewittern Und der lichter Deren flimmer Wandelbar.
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Interpretation
Das Gedicht "Sprich nicht immer" von Stefan George thematisiert die Vergänglichkeit der Natur und die Unausweichlichkeit des Wandels. Es beginnt mit einem Appell, nicht ständig über den Verlust des Laubes durch den Wind zu sprechen, was den zyklischen Charakter der Jahreszeiten und den unausweichlichen Verfall symbolisiert. Die "reifen Quitten" und die "Tritte der Vernichter" am Ende des Jahres verstärken das Gefühl des Verfalls und der Zerstörung, das mit dem Herbst und dem nahenden Winter einhergeht. Im zweiten Teil des Gedichts lenkt der Sprecher die Aufmerksamkeit auf die "Zittern der Libellen in Gewittern" und das "Flimmern der Lichter". Diese Bilder evozieren eine Atmosphäre der Unsicherheit und des Wandels, wobei die Libellen und Lichter für Vergänglichkeit und Flüchtigkeit stehen. Das "wandelbare Flimmern" der Lichter unterstreicht die Idee, dass nichts von Dauer ist und alles ständigen Veränderungen unterworfen ist. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine meditative Stimmung, die den Leser dazu anregt, über die Vergänglichkeit des Lebens und die Schönheit des Augenblicks nachzudenken. Stefan George verwendet eindrucksvolle Bilder, um die Vergänglichkeit der Natur und die Unausweichlichkeit des Wandels zu verdeutlichen, und lädt den Leser ein, die Vergänglichkeit als Teil des natürlichen Zyklus zu akzeptieren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Vom zerschellen / Reifer quitten
- Bildsprache
- Von dem zittern / Der libellen
- Enjambement
- Von dem laub / Windes raub
- Kontrast
- Spät im jahr
- Metapher
- Windes raub
- Personifikation
- Windes raub
- Rhythmus
- Von dem zittern / Der libellen / In gewittern / Und der lichter
- Symbolik
- Reifer quitten